• 03.12.2022
      21:45 Uhr
      Wölfe und Luchse in Norddeutschland Rückkehr der Raubtiere | hr-fernsehen
       

      Seit 2015 laufen in der Lüneburger Heide Wölfe eines bestimmten Rudels durch Dörfer, folgen Spaziergängern, betteln an Autofenstern und verängstigen die Menschen in der Heide. Muss man vor ihnen Angst haben? Wie verhält man sich, wenn man ihnen begegnet? Wie schützt man Weidetiere? Wie gehen die Menschen in Nachbarländern mit den Tieren um, dort, wo sie nie ganz ausgerottet wurden? Ein spannendes Roadmovie zu einem hochaktuellen und heiß debattiertem Thema.

      Samstag, 03.12.22
      21:45 - 23:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Seit 2015 laufen in der Lüneburger Heide Wölfe eines bestimmten Rudels durch Dörfer, folgen Spaziergängern, betteln an Autofenstern und verängstigen die Menschen in der Heide. Muss man vor ihnen Angst haben? Wie verhält man sich, wenn man ihnen begegnet? Wie schützt man Weidetiere? Wie gehen die Menschen in Nachbarländern mit den Tieren um, dort, wo sie nie ganz ausgerottet wurden? Ein spannendes Roadmovie zu einem hochaktuellen und heiß debattiertem Thema.

       

      Seit 2015 laufen in der Lüneburger Heide Wölfe eines bestimmten Rudels durch Dörfer, folgen Spaziergängern, betteln an Autofenstern und verängstigen die Menschen in der Heide. Diese Tiere zeigen ungewöhnlich wenig Scheu. Offenbar haben sie sich an Menschen gewöhnt. Vielleicht wurden sie von ihnen angefüttert. Die Aufregung und Empörung steigen bis zur Panik in der Bevölkerung, als ein Wolf unweit eines Kindergartens gesehen wird.

      Im Niedersächsischen Parlament nutzt die Opposition die Diskussionen um den Wolf zum Angriff gegen den Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz von Bündnis 90/Die Grünen. Verunsicherung herrscht. Es wird beschlossen, auffällige Wölfe zu betäuben und zu besendern, um sie unter Kontrolle zu haben. Und im Zweifelsfall sollen sie getötet werden.

      Aus dem Harz heraus verbreiten sich die Luchse im Land und fallen dadurch auf, dass sie auch schon mal Rehe am Dorfrand oder in Vorgärten reißen. In Bayern werden immer wieder Luchse abgeschossen oder vergiftet. Vereinzelt auftauchende Wölfe verschwinden im Alpenland fast immer nach kurzer Zeit spurlos. Und dann war da die Sache mit dem Problembär Bruno. Seine Tötung verschaffte der bayrischen Regierung 2006 weltweite Kritik. Die von Bruno traumatisierten Bayern fürchten sich vor dem nächsten Braunbären, der aus Italien einwandern könnte. Eines Tages wird er kommen.

      Vom Nordseedeich bis ins Hochgebirge der Alpen und der Hohen Tatra recherchieren der Fernsehjournalist Tim Berendonk und die Umweltwissenschaftlerin Ulrike Müller. Sie wollen erfahren, wie sich das Lebensgefühl ändert, wenn man plötzlich neben Raubtieren lebt. Muss man vor ihnen Angst haben? Wie verhält man sich, wenn man ihnen begegnet? Wie schützt man Weidetiere? Wie gehen die Menschen in Nachbarländern mit den Tieren um, dort, wo sie nie ganz ausgerottet wurden?

      Ein spannendes Roadmovie zu einem hochaktuellen und heiß debattiertem Thema. Ihre Recherchen machten die Autoren in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Bayern, Polen und der Slowakei. Dabei fragen sie die Menschen, deren tägliches Leben von Wolf, Luchs und Bär beeinflusst wird: ein Leben mit Raubtieren, geht das?

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