• 10.10.2022
      22:45 Uhr
      Weizen als Waffe Das Erste
       

      „Über unseren Kopf rauschen täglich die Raketen, der Alarm hört nicht auf. Aber mehr Sorgen machen wir uns, wenn es still wird, dann kann es sein, dass eine Rakete hier einschlägt.“ Nadja leitet einen 4000 Hektar großen Betrieb in der Nähe von Mykolajiw, jetzt lenkt sie ihren Traktor durch die Granathülsen, die auf ihrem Acker liegen.
      Für sie und für viele andere Landwirte in der Ukraine bedeutet der Krieg nicht nur tägliche Lebensgefahr, wenn sie ihre Felder bestellen - sie müssen auch den Gedanken ertragen, dass in ihren Silos Getreide vergammelt, während in anderen Teilen der Welt Hunger herrscht.

      Montag, 10.10.22
      22:45 - 23:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 22:20

      „Über unseren Kopf rauschen täglich die Raketen, der Alarm hört nicht auf. Aber mehr Sorgen machen wir uns, wenn es still wird, dann kann es sein, dass eine Rakete hier einschlägt.“ Nadja leitet einen 4000 Hektar großen Betrieb in der Nähe von Mykolajiw, jetzt lenkt sie ihren Traktor durch die Granathülsen, die auf ihrem Acker liegen.
      Für sie und für viele andere Landwirte in der Ukraine bedeutet der Krieg nicht nur tägliche Lebensgefahr, wenn sie ihre Felder bestellen - sie müssen auch den Gedanken ertragen, dass in ihren Silos Getreide vergammelt, während in anderen Teilen der Welt Hunger herrscht.

       

      „Über unseren Kopf rauschen täglich die Raketen, der Alarm hört nicht auf. Aber mehr Sorgen machen wir uns, wenn es still wird, dann kann es sein, dass eine Rakete hier einschlägt.“ Nadja leitet einen 4000 Hektar großen Betrieb in der Nähe von Mykolajiw, jetzt lenkt sie ihren Traktor durch die Granathülsen, die auf ihrem Acker liegen.

      Für sie und für viele andere Landwirte in der Ukraine bedeutet der Krieg nicht nur tägliche Lebensgefahr, wenn sie ihre Felder bestellen - sie müssen auch den Gedanken ertragen, dass in ihren Silos Getreide vergammelt, während in anderen Teilen der Welt Hunger herrscht.

      Die russische Invasion in die Ukraine verursacht weltweit Versorgungsrisiken. Besonders gefährdet ist die Ernährungssicherheit in Afrika. Denn gerade hier ist man existenziell von Weizenimporten abhängig. Geschlossene und zerbombte Häfen in der Ukraine, zerstörte Brücken und verminte Felder führen dazu, dass die fragile globale Lieferkette zerbricht. Als Folge davon haben immer mehr Menschen in den Ländern des globalen Südens keinen Zugang zu Nahrung.
      „Wir haben Hunger“, sagen uns die jungen Männer auf dem Markt von Nouakchott in Mauretanien „Wenn sich die Situation mit dem Beginn des Jahres nicht ändert, werden wir alle Salafisten werden.“

      Während in Europa die Angst vor Hungersnöten auf dem afrikanischen Kontinent oder gar Migrationsströmen wächst, nutzt Putin die angespannte Situation für das eigene Narrativ. Demnach seien die westlichen Sanktionen Ursache für die drohende Hungersnot. Dient diese Erzählung dazu, neue Verbündete gegen den Westen zu gewinnen?
      An den Börsen erreicht der Weizenpreis ein historisches Hoch von über 500 Dollar je Tonne. Eine fatale Entwicklung, denn aufgrund der hohen Preisen können arme Länder sogar das vorhandene Getreide kaum mehr finanzieren. Es droht eine globale Abwärtsspirale.

      Wie konnte es so weit kommen, dass Weizen als politisches Druckmittel eingesetzt werden kann? Was hat uns in eine so große Abhängigkeit gebracht? Und wie können wir die Versorgungslage vor allem für die ärmsten Länder verbessern?

      Film von Tatjana Mischke und Valentin Thurn

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      Montag, 10.10.22
      22:45 - 23:30 Uhr (45 Min.)
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