• 27.08.2018
      20:15 Uhr
      Kriminalreport Moderation: Judith Rakers | Das Erste
       

      Themen:

      • Super-Recognizer - Eine neue Spezialeinheit bei der bayerischen Polizei
      • Bundesweite Geldautomatensprengungen - wie Ermittler den Banden auf die Spur kommen
      • Ausgesetzte Babys in Berlin und Brandenburg
      • Love-Scamming - Die Internetmasche mit den Gefühlen
      • Der Fall Frederike von Möhlmann
      • Fake-Shops im Internet

      Montag, 27.08.18
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Themen:

      • Super-Recognizer - Eine neue Spezialeinheit bei der bayerischen Polizei
      • Bundesweite Geldautomatensprengungen - wie Ermittler den Banden auf die Spur kommen
      • Ausgesetzte Babys in Berlin und Brandenburg
      • Love-Scamming - Die Internetmasche mit den Gefühlen
      • Der Fall Frederike von Möhlmann
      • Fake-Shops im Internet

       
      • Super-Recognizer

      In Bayern soll im Herbst eine Spezialeinheit "Super Recognizer" eingerichtet werden. Dieses Modell-Projekt folgt einem Vorbild in London. Dort hatte der britische Wissenschaftler Josh Davis bemerkt, dass bei Scotland Yard eine sehr kleine Gruppe von Polizisten für eine sehr hohe Zahl an Identifizierungen von Personen auf Überwachungsbildern verantwortlich war. Ein einziger Beamter identifizierte dort aus Videomaterial 180 Personen - eine Computer-Software zur Gesichtserkennung hingegen landete nur einen Treffer. Eine wissenschaftliche Untersuchung ergab, dass ein bis zwei Prozent der Bevölkerung die Fähigkeit haben, sich Gesichter extrem gut merken zu können.

      Auch die Münchner Polizei arbeitet jetzt mit Josh Davis zusammen. Bei einem Test stellte sich heraus, dass knapp 40 Beamte der bayrischen Polizei diese besondere Fähigkeit haben. Sie sollen nun gezielt zum Einsatz kommen.

      "Kriminalreport" stellt einen der "Super Recognizer" vor.

      • Bundesweite Geldautomatensprengungen - wie Ermittler den Banden auf die Spur kommen

      268 Geldautomaten wurden im vergangenen Jahr bundesweit von kriminellen Banden gesprengt. Bei knapp der Hälfte davon hatten die Täter Erfolg und erbeuteten Bargeld. Im ersten Halbjahr 2018 ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr nochmals angestiegen. Die Täter nehmen dabei auch in Kauf, dass Unbeteiligte getötet werden könnten. Die Schäden an den betroffenen Gebäuden sind oft immens.

      Die Besondere Aufbaueinheit (BAO) "Geld" des Landeskriminalamts Brandenburg ermittelt gezielt zu diesen Fällen und kooperiert dabei mit den Landeskriminalämtern aller Bundesländer und mit Spezialeinheiten im angrenzenden Ausland. Denn oft agieren die kriminellen Banden von den Nachbarländern aus, zum Beispiel aus Polen oder aus den Niederlanden.

      "Kriminalreport" zeigt, wie sich das Fahndungsnetz um die Geldautomatensprenger immer enger zuzieht.

      • Ausgesetzte Babys in Berlin und Brandenburg

      Jedes Jahr ein Baby - seit 2015. Drei Jahre hintereinander wurde im Norden Berlins - immer im Spätsommer - ein Neugeborenes ausgesetzt. Die Ermittler wissen inzwischen: Die drei Mädchen sind Schwestern. Wir erzählen eine Geschichte, in der es viele Fragen gibt und kaum Antworten. Wer hat die drei Babys ausgesetzt? Und warum? In welcher Situation befindet sich die Mutter? In welchem Verhältnis steht sie zum Vater der drei Babys? Zwei Ermittler aus Berlin und Brandenburg arbeiten zusammen mit Hochdruck an dem Fall. Denn sie befürchten, dass in diesem Spätsommer wieder ein Neugeborenes ausgesetzt wird und dann möglicherweise nicht, wie in den vergangenen Jahren, rechtzeitig gefunden wird.

      "Kriminalreport" zeigt den Stand der Ermittlungen.

      • Love-Scamming - Die Internetmasche mit den Gefühlen

      Die große Liebe aus dem Internet - Sylvia glaubt daran und lernt auf einem Dating-Portal Derrick kennen. Derrick ist angeblich ein verwitweter amerikanischer Ingenieur. Er schickt Sylvia Fotos, die ihn und seine Familie zeigen sollen. Bald schreiben sich die beiden täglich, telefonieren sogar. Derrick spricht von Liebe. Und dann will er Geld. Angeblich ist er auf Geschäftsreise und hat keinen Zugang zu seinem Konto. Arglos zahlt Sylvia schließlich einen vierstelligen Betrag.

      Doch hinter dem Profil von "Derrick" steckt ein so genannter Scammer. Die Täter operieren von Internet-Cafés in Afrika und Osteuropa aus. Sie melden sich auf Dating-Plattformen und sozialen Netzwerken an und benutzen dafür Fotos, die sie von völlig Fremden im Internet gestohlen haben. Ihre Opfer, Frauen und Männer, glauben an echtes Interesse. Doch den Tätern geht es nur darum, die Opfer psychologisch abhängig zu machen, dann eine persönliche Notlage vorzugaukeln und so Geld zu erpressen. Ein einträgliches Geschäftsmodell - jedes Jahr werden damit Millionen gemacht.

      "Kriminalreport" spricht mit betrogenen Opfern und einem Mann, dessen Profil mehrfach mit falschen Namen missbraucht wurde.

      • Der Fall Frederike von Möhlmann

      Nach einer Chorprobe kommt die damals 17-jährige Frederike nicht nach Hause. Vier Tage später wird ihre Leiche in einem Waldstück gefunden. Die Polizei ermittelt einen mutmaßlichen Täter. Der wird angeklagt und 1982 vom Landgericht Lüneburg wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch er geht in Revision und wird 1983 aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

      2012 wird der Fall neu aufgerollt. Eine DNA-Analyse entlarvt den 1983 freigesprochenen Mann eindeutig als Täter. Nach deutschem Recht darf jedoch niemand für eine Tat mehrmals verurteilt werden. Der Vater von Friederike, Hans von Möhlmann, will eine Gesetzesänderung erreichen. Seine initiierte Online-Petition unterstützen derzeit 105.586 Menschen. Die aktuelle Bundesregierung will sich auch mit dieser Rechtslage beschäftigen. Im Koalitionsvertrag ist dazu eine Absichtserklärung niedergeschrieben.

      "Kriminalreport" fragt nach bei Betroffenen und Politikern.

      • Fake-Shops im Internet

      Erste Untersuchung zu Fake-Shops im Internet: Mehr als 4 Millionen Bundesbürger sind schon einmal Opfer geworden. Gefälschte Internet-Shops breiten sich derzeit massiv im Internet aus. Das ist das Ergebnis von Recherchen des SWR für den ARD-Kriminalreport im Ersten. Verbraucherschützer und Polizeiermittler warnen, dass Verbraucher hier massenhaft um ihr Geld betrogen werden. Die Organisation "Marktwächter Digitale Welt" der Verbraucherzentrale Brandenburg hat erstmals eine Untersuchung zu Fake-Shops durchgeführt. Die Ergebnisse liegen dem SWR exklusiv vor. Die repräsentative Umfrage ergab, dass 4,4 Millionen Bundesbürger schon einmal Opfer von Fake-Shops geworden sind.

      Betrugsmaschen, Einbruchserien oder die Suche nach Vermissten - "Kriminalreport", die neue Ratgeber-Sendung im Ersten, berichtet bundesweit und aktuell rund um die Themen Sicherheit, Kriminalität und Prävention. Mit dem "Kriminalreport" erweitert Das Erste sein Portfolio an Ratgeber-Sendungen am Montagabend. Zu den Themen Sicherheit und Prävention kombiniert der "Kriminalreport" Filmbeiträge, Studiogespräche mit Experten und Betroffenen, Live-Schalten sowie Hintergrund- und Erklärstücke. Bei bundesweiter Relevanz wird über die polizeiliche Ermittlungsarbeit in aktuellen Fahndungsfällen berichtet. Judith Rakers moderiert die Sendung.

      Der "Kriminalreport" baut auf Erfahrungen und Erfolgen von ähnlichen Formaten in den Dritten Programmen der ARD auf und ist eine Gemeinschaftsproduktion des hr, mdr, rbb und SWR für Das Erste. Die Sendung entsteht live beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt. Die erste Ausgabe ist am Montag, 27. August 2018, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 10.12.2018