• 19.10.2011
      20:15 Uhr
      Homevideo Fernsehfilm Deutschland 2010 | Das Erste
       

      Jakob, ein verschlossener 15-jähriger Junge, filmt mit seiner Videokameras alles, was ihn bewegt. Als ein ihn kompromittierender Film in die Hände seiner Mitschüler gerät, wird Jakob einer unsäglichen Hetz- und Mobbingkampagne ausgesetzt ...

      Mittwoch, 19.10.11
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Jakob, ein verschlossener 15-jähriger Junge, filmt mit seiner Videokameras alles, was ihn bewegt. Als ein ihn kompromittierender Film in die Hände seiner Mitschüler gerät, wird Jakob einer unsäglichen Hetz- und Mobbingkampagne ausgesetzt ...

       

      Seine Eltern Claas (Wotan Wilke Möhring) und Irina (Nicole Marischka) wissen wenig von ihm, zu sehr sind sie mit sich selbst beschäftigt. Sie stecken in einer Ehekrise - beinahe täglich wird Jakob Zeuge eines Streits. Als Jakobs Mutter ihm eröffnet, dass sie sich von Claas trennen und ausziehen wird, zieht er sich noch mehr in sich zurück.

      Auch in der Schule bekommt Jakob Probleme, doch eigentlich ist ihm das alles egal, denn er hat nur Augen für Hannah (Sophia Boehme), in die er verliebt ist. Als er gerade beginnt, ihr näher zu kommen, gerät ein selbstgedrehtes, kompromittierendes Video von Jakob in die Hände seiner Mitschüler. Noch bevor Jakob es sich zurückholen kann, stellt es ein Mitschüler ins Internet - in kürzester Zeit verbreitet sich das Video in der ganzen Schule. Von allen Seiten wird Jakob daraufhin ausgelacht und gemobbt. Über das Internet erhält er in Chatrooms dutzende Hassbotschaften. Auch Hannah bricht den Kontakt ab. Jakob ist beschämt und verzweifelt; seine Eltern versuchen ihm zu helfen, ohne die Tragweite seines Unglücks wirklich zu erkennen.

      Der Film setzt sich mit der Medialisierung aller Lebensbereiche auseinander und zeigt, welche drastischen Konsequenzen diese für die Jugendlichen bekommen kann - inspiriert von den zum Teil extremen Entwicklungen in sozialen Netzwerken im Internet und verstärkt auftretenden Fällen von sogenanntem "Cyber-Bullying", Mobbing im Internet.

      Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat sich den Film bereits vorab angesehen und empfiehlt ihn den Zuschauerinnen und Zuschauern des Ersten mit folgender Begründung:
      Der Film geht unter die Haut. Er zeigt eindrücklich, welche schrecklichen Folgen Cyber-Mobbing haben kann - von psychischen Schädigungen über brutalste Gewalt bis hin zum Suizid. Deshalb ist es elementar wichtig, dass wir Kindern und Jugendlichen helfen, ein Überschreiten von Grenzen zu erkennen. Medienkompetenz heißt nicht nur, die neueste Technik bedienen zu können, sondern auch Wissen und Verantwortungsgefühl dafür zu haben, welche Folgen das für sich selbst und andere haben kann! Freunde, Eltern und Schulen sind in gleichem Maß gefragt aktiv zu werden und zu sagen: Stopp, hier schadest du deinen Mitmenschen! Zur Hilfe und Orientierung habe ich unter www.bmfsfj.de/cybermobbing eine Internetseite einrichten lassen, die Jugendlichen, Eltern und Schulen ganz konkrete Tipps an die Hand gibt, wie Opfer sich wehren, Attacken dokumentieren und Anzeigen bei der Polizei erstatten können."

      Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen:
      Die wachsende Gefahr des ,Cyber-Mobbings unter Jugendlichen ist ein ernstzunehmendes Problem, dem wir deshalb einen kleinen Thementag am Mittwochabend widmen. Ein Programm gerade für Familien und jüngere Zuschauer, denn hier geht es nicht nur um ein wichtiges Thema, sondern vor allem zeigen wir mit Homevideo einen hervorragenden Fernsehfilm. Ein Film, der nie belehrend wirkt, und doch in seiner bestürzenden Realitätsnähe lehrreich ist. Bestes öffentlich-rechtliches Fernsehen also zur besten Sendezeit im Ersten."

      Christian Granderath, mittlerweile NDR-Fernsehfilmchef und gemeinsam mit Benjamin Benedikt Produzent von Homevideo":
      Nach dem Deutschen Fernsehpreis und dem Deutschen Kamerapreis sind wir nun alle sehr gespannt auf die Diskussion rund um die Ausstrahlung des Films im Ersten. Es war eine tolle Zusammenarbeit mit unserer leider viel zu früh verstorbenen NDR Redakteurin Jeanette Würl, ihrer Kollegin Claudia Simionescu vom BR und Andreas Schreitmüller von Arte - eine wichtige Voraussetzung für ein starkes Ergebnis. Wir brauchen mehr solcher Produktionen."

      Im Anschluss an den Film können Zuschauer in einem Live-Video-Chat unter www.daserste.de/homevideo mit Experten diskutieren. Im Studio sind Catrin Wagner (Expertin für Jugendgewaltprävention, MILIMETERTRAINING) ein jugendliches Mobbing-Opfer und Jan Braren (Drehbuchautor von Homevideo"). Dabei werden auch die Diskussionsbeiträge von Social Media Plattformen Twitter (Hashtag #Homevideo) und facebook.com/NJOY.de aufgegriffen und von den Experten beantwortet. Fragen können auch über www.facebook.com/pages/Homevideo/190782317655005 gestellt werden.

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      Mittwoch, 19.10.11
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

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