• 09.11.2011
      20:15 Uhr
      Es ist nicht vorbei Fernsehfilm Deutschland 2011 - FilmMittwoch im Ersten | Das Erste
       

      Die schlimmste Zeit ihres Leben hat Carola Weber tief in sich vergraben: Ihre Haftzeit nach der gescheiterten Flucht aus der DDR. Bis sie glaubt, einem ihrer Peiniger aus dem Frauengefängnis Hoheneck gegenüberzustehen ...

      Mittwoch, 09.11.11
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Die schlimmste Zeit ihres Leben hat Carola Weber tief in sich vergraben: Ihre Haftzeit nach der gescheiterten Flucht aus der DDR. Bis sie glaubt, einem ihrer Peiniger aus dem Frauengefängnis Hoheneck gegenüberzustehen ...

       

      Stab und Besetzung

      Carola Weber Anja Kling
      Jochen Weber Tobias Oertel
      Prof. Dr. Wolfgang Limberg Ulrich Noethen
      Monika Limberg Melika Foroutan
      Friederike Limberg Merle Juschka
      Prof. Schmitz Georg Tryphon
      Dr. Huber Justus Carriere
      Frau Dr. Huber Silke Matthias
      Anne Weber Catherine Bode
      Hannes Peter Fieseler
      Helga Gramski Kirsten Block
      Elli Sinha Gierke
      Weihe Ernst Georg Schwill
      Renate Förster Marie Gruber
      Frau Rohde Rosa Enskat
      Dr. Roost Thomas Bading
      Polizist Thomas Rudnick
      Regie Franziska Meletzky
      Kamera Eeva Fleig
      Drehbuch Kristin Derfler, Clemens Murath

      Carola Weber erschrickt bis ins Mark, als ihr Mann Jochen seinen neuen Kollegen aus dem Krankenhaus vorstellt: Diese Stimme kennt sie. Sie zu hören, katapultiert Carola in die schlimmste Zeit ihres Lebens, in die Haft im DDR-Frauengefängnis Hoheneck. Sie ist überzeugt, dass Prof. Wolfgang Limberg jener Arzt war, der sie dort mit Psychopharmaka behandelte, um eine Aussage zu erzwingen, und damit verschuldete, dass sie bei der Arbeit am Band zwei Finger verlor. Carolas Karriere als Pianistin war damit für immer vorbei.

      Doch als sie Limberg mit ihrem Verdacht konfrontiert, streitet der ab, je in Hoheneck gewesen zu sein, geschweige denn als Arzt in Diensten der Stasi gestanden zu haben. Jochen gegenüber äußert er den Verdacht, dass die Haftzeit die seelische Gesundheit seiner Frau aus dem Gleichgewicht gebracht habe. Jochen ist erschüttert und verwirrt. In zehn Jahren Ehe hatte Carola ihm nie von ihrer Haftzeit erzählt. Er kann verstehen, dass die Haft wegen gescheiterter Republikflucht ein traumatisches Erlebnis war, über das Carola nicht gerne redet, aber dass sie ihm etwas so Einschneidendes verheimlichen konnte, dass sie ihn sogar über den Verlust ihrer Finger belog, kränkt ihn in seiner Liebe zu ihr. Gleichzeitig fällt es ihm schwer, die Anschuldigung gegen Dr. Limberg nachzuvollziehen. Immerhin hat er selbst den Arzt eingestellt, nicht zuletzt wegen dessen hervorragenden Rufes als Neurologe.

      Carola ist Limbergs Ruf egal. Sie ist sich ihrer Sache sicher. Ihren ehemaligen Peiniger in überlegener Pose mit Frau und klavierspielender Tochter zu erleben, erlebt sie als Provokation: Dass der Mann, dem sie psychische Folter vorwirft, Karriere gemacht hat und ihr jetzt völlig ungerührt gegenübertritt, macht sie fassungslos. Sie beantragt eine erneute Einsicht in ihre Stasi-Akte und versucht, den Klarnamen des Arztes über seinen ehemaligen Führungsoffizier herauszufinden. Als das ergebnislos bleibt, beschließt sie eine Fahrt an den Ort, den sie in ihrem Leben nie mehr wiedersehen wollte: das Frauengefängnis Hoheneck. Wieder in dem bedrückenden Gebäude zu sein, versetzt Carola schmerzhaft in die Zeit ihrer Haft zurück. Aber sie findet auch eine kleine Spur, mit der sie weitermachen kann. Gegen Jochens Willen, der um seine Position in der Klinik fürchtet und paranoide Züge im Verhalten seiner Frau sieht, macht Carola mit ihrer Spurensuche weiter. Ihre Beziehung zu riskieren kann Carola genauso wenig aufhalten, wie die zunehmende Gefahr, in die sie sich mit ihren Recherchen begibt. Denn je stärker der Druck wird, den sie ausübt, desto skrupelloser reagiert die Gegenseite.

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      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
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