• 01.09.2014
      22:45 Uhr
      Dokumentarfilm im Ersten: Sommer 1939 Film von Mathias Haentjes und Nina Koshofer | Das Erste
       

      Der Sommer '39 ist heiß. An den Stränden Europas herrscht Hochbetrieb. Die Menschen wollen leben und lieben, arbeiten und sich amüsieren. Doch dieser Sommer wird großes Unheil über Europa bringen. Wenn dieser Sommer zu Ende geht, hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg begonnen, der 55 Millionen Menschen das Leben kosten und Europa auf Jahrzehnte traumatisieren wird. Wie war dieser Sommer '39? Ein Sommer der Liebe oder ein Sommer der Angst? Wie lebten die Menschen im krisengeschüttelten Europa in diesen Monaten, in denen sich am Horizont schon die dunklen Wolken des Krieges zusammenbrauten? Was ahnten und dachten die Menschen?

      Montag, 01.09.14
      22:45 - 00:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Der Sommer '39 ist heiß. An den Stränden Europas herrscht Hochbetrieb. Die Menschen wollen leben und lieben, arbeiten und sich amüsieren. Doch dieser Sommer wird großes Unheil über Europa bringen. Wenn dieser Sommer zu Ende geht, hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg begonnen, der 55 Millionen Menschen das Leben kosten und Europa auf Jahrzehnte traumatisieren wird. Wie war dieser Sommer '39? Ein Sommer der Liebe oder ein Sommer der Angst? Wie lebten die Menschen im krisengeschüttelten Europa in diesen Monaten, in denen sich am Horizont schon die dunklen Wolken des Krieges zusammenbrauten? Was ahnten und dachten die Menschen?

       

      Der Sommer '39 ist heiß. An den Stränden Europas herrscht Hochbetrieb. Die Menschen wollen leben und lieben, arbeiten und sich amüsieren. Doch dieser Sommer wird großes Unheil über Europa bringen. Wenn dieser Sommer zu Ende geht, hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg begonnen, der 55 Millionen Menschen das Leben kosten und Europa auf Jahrzehnte traumatisieren wird.

      Wie war dieser Sommer '39? Ein Sommer der Liebe oder ein Sommer der Angst? Wie lebten die Menschen im krisengeschüttelten Europa in diesen Monaten, in denen sich am Horizont schon die dunklen Wolken des Krieges zusammenbrauten? Was ahnten und dachten die Menschen? Was glaubten und hofften sie? Wie nahmen sie die Politik und die Krise wahr? Wie sah ihr Alltag aus, was taten sie in ihrer Freizeit?

      Das Leben in Europa ist in dieser Zeit so unterschiedlich wie die politischen Systeme, in denen die Menschen leben. "Ich hatte nichts als Mädchen und Musik im Kopf", erinnert sich der Brite Dennis Norden. "Man sehnte sich förmlich nach dem Krieg", erzählt Marcel-Reich Ranicki aus dem Warschauer Sommer '39. Und als dann tatsächlich die ersten Schüsse fallen, erinnert sich Margarete Mitscherlich an die Stimmung der meisten Deutschen: "Ach, was Krieg. Es wird nicht werden wie der Erste Weltkrieg, das ist jetzt ganz was anderes. Wir haben ja unsern Führer!" Und die junge Französin Madeleine Riffaud interessiert nicht, ob Frankreich siegen oder verlieren wird. Sie beschäftigt nur eines: "Mein Vater wird weggehen."

      Der 90-minütige Film zeigt ungewöhnliches und farbiges Archivmaterial aus dem Alltag 1939 und rekapituliert den verhängnisvollen Verlauf von Hitlers Kriegspolitik, kommentiert durch die Erinnerungen hochkarätiger Zeitzeugen aus ganz Europa: Der französische Journalist Pierre Daix (damals 17 Jahre alt); die französische Schriftstellerin Madeleine Riffaud (damals 15) und der britische TV-Komiker Denis Norden (damals 17) berichten, wie wenig sie damals die wirkliche Gefahr, die der Nationalsozialismus darstellte, realisierten.

      Vom bedrohlichen Sommer 1939 in Polen erzählen der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (damals 19), der Filmregisseur Andrzej Wajda (damals 13), die damals zehnjährige Janine Phillips und der Politiker Wladislaw Bartoszewski (damals 17). Der ins liberale Holland geflohene Schriftsteller Hans Keilson war 1939 bereits 29 Jahre alt, der italienische Filmregisseur Mario Monicelli (damals 24) erregt sich noch heute über das Auftreten Mussolinis, und die russische Chemikerin Elena Strum (damals 16) erzählt, wie sie die Kehrtwende Stalins beim Hitler-Stalin-Pakt wahrnahm. Der tschechische Schriftsteller Pavel Kohout (damals 10) musste nach dem Einmarsch der Deutschen in Prag eigenhändig kritische Passagen in seinen Schulbüchern schwärzen. Die österreichische Journalistin Traudl Lessing war damals ein ganz gewöhnlicher naiver Backfisch (damals 14) und begeisterte "Reichsdeutsche", während die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich-Nielsen (damals 22) Hitler mit einer Mischung aus Faszination und Abscheu betrachtete.

      Ein berührendes Panorama unseres Kontinents am Vorabend der Katastrophe.

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      22:45 - 00:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

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