• 10.01.2016
      21:45 Uhr
      Der gute Göring Film von Kai Christiansen | Das Erste
       

      Zwei Brüder. Den einen kennt jeder - er war Reichsfeldmarschall und die Nummer zwei nach Adolf Hitler: Hermann Göring. Der andere ist zu Unrecht vergessen, denn er hat im Dritten Reich zahlreiche Menschenleben gerettet, indem er ihnen etwa Pässe besorgte oder Geld für sie auf Konten in der Schweiz hinterlegte: Albert Göring. Im filmischen Teil des Dokumentarspiels begegnen sich Hermann und Albert Göring (gespielt von Francis Fulton-Smith und Barnaby Metschurat) in fünf Szenen, die historisch belegt sind. Die Spielszenen ergänzen Interviews mit Albert Görings Tochter, seiner Stieftochter und den Kindern von Geretteten.

      Sonntag, 10.01.16
      21:45 - 23:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Zwei Brüder. Den einen kennt jeder - er war Reichsfeldmarschall und die Nummer zwei nach Adolf Hitler: Hermann Göring. Der andere ist zu Unrecht vergessen, denn er hat im Dritten Reich zahlreiche Menschenleben gerettet, indem er ihnen etwa Pässe besorgte oder Geld für sie auf Konten in der Schweiz hinterlegte: Albert Göring. Im filmischen Teil des Dokumentarspiels begegnen sich Hermann und Albert Göring (gespielt von Francis Fulton-Smith und Barnaby Metschurat) in fünf Szenen, die historisch belegt sind. Die Spielszenen ergänzen Interviews mit Albert Görings Tochter, seiner Stieftochter und den Kindern von Geretteten.

       

      Stab und Besetzung

      Hermann Göring Francis Fulton-Smith
      Albert Göring Barnaby Metschurat
      Henny Porten Natalia Wörner
      Emmy Göring Anna Schudt
      Olga Rigele Anna von Berg
      Paula Hüber Lena Münchow

      Zwei Brüder. Den einen kennt jeder - er war Reichsfeldmarschall und die Nummer zwei nach Adolf Hitler: Hermann Göring. Der andere ist vergessen - zu Unrecht, denn er hat im Dritten Reich zahlreiche Menschenleben gerettet, indem er ihnen etwa Pässe besorgte oder Geld für sie auf Konten in der Schweiz hinterlegte: Albert Göring.

      Im filmischen Teil des Dokumentarspiels begegnen sich Hermann (Francis Fulton-Smith) und Albert Göring (Barnaby Metschurat) in fünf Szenen, die historisch belegt sind. Bei einem dieser Treffen, das im Jahr 1935 spielt, bittet Hermann seinen um zwei Jahre jüngeren Bruder um Hilfe für die Schauspielerin Henny Porten (Natalia Wörner), deren Mann Jude ist. Bei einer Begegnung im Dezember 1944 muss Hermann Göring seinen kleinen Bruder vor der Gestapo schützen, die ihn lange schon bespitzelt und mit dem Tode bedroht. Am 13. Mai 1945 sehen sich Hermann und Albert Göring zum letzten Mal in amerikanischer Kriegsgefangenschaft.

      Die Spielszenen ergänzen Interviews mit Albert Görings Tochter, seiner Stieftochter und den Kindern von Geretteten. Dazu kommt ein Interview mit Irena Steinfeldt, der Leiterin der Abteilung der Gerechten unter den Völkern in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

      Albert Göring ist heute vergessen, weil sein Name Göring ist. Sein Name war in der Nachkriegszeit vergiftet. Mit Gelegenheitsübersetzungen musste sich Albert Göring durchschlagen; er starb verarmt 1966. Die Menschen, die er gerettet hatte, unternahmen schon in den 60er-Jahren Versuche, ihn ins richtige Licht zu rücken. In Yad Vashem liegt seit etlichen Jahren ein Antrag vor, Albert Göring in die Reihe der "Gerechten unter den Völkern" aufzunehmen. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Staat Israel Nicht-Juden, die in der Hitlerzeit Juden vor Verfolgung, Deportation und Ermordung retteten. Über den Antrag für Albert Göring ist bis heute noch immer nicht entschieden.

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