• 22.01.2019
      22:45 Uhr
      Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto Dokudrama USA 2018 | Das Erste
       

      Es ist eine der bemerkenswertesten und bislang unerzählten Geschichten des Holocaust: Der junge couragierte Historiker Emanuel Ringelblum initiierte und leitete im Warschauer Ghetto ein Untergrundarchiv. Dort wurden Tagebücher und Fotos, NS-Verordnungen und jiddische Poesie gesammelte und vergraben, um der Nachwelt ein authentisches Zeugnis zu geben vom Leben im Ghetto und den Verbrechen der NS-Besatzer. Seit 1999 ist das Ghettoarchiv Weltdokumentenerbe der UNESCO.

      Dienstag, 22.01.19
      22:45 - 00:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Es ist eine der bemerkenswertesten und bislang unerzählten Geschichten des Holocaust: Der junge couragierte Historiker Emanuel Ringelblum initiierte und leitete im Warschauer Ghetto ein Untergrundarchiv. Dort wurden Tagebücher und Fotos, NS-Verordnungen und jiddische Poesie gesammelte und vergraben, um der Nachwelt ein authentisches Zeugnis zu geben vom Leben im Ghetto und den Verbrechen der NS-Besatzer. Seit 1999 ist das Ghettoarchiv Weltdokumentenerbe der UNESCO.

       

      Stab und Besetzung

      Rachela Auerbach Jowita Budnik
      Emanuel Ringelblum Piotr Glowacki
      Hersz Wasser Piotr Jankowski
      Abraham Lewin Wojciech Zielinski
      Judyta Ringelblum Karolina Gruszka
      Lejb Goldin Bartlomiej Kotschedoff
      Rabbi Szymon Huberband Gera Sandler
      Izrael Lichtenstein Andrew Bering
      Luba Lewin Marta Ormaniec
      Ora Lewin Julia Lewenfisz-Górka
      Ori Ringelblum (jung) Bruno Rajski
      Ori Ringelblum Michal Morawski
      Halina   Dorota Liliental
      Gutchie   Hanna Kossowska
      Junger Mann im Radio Michal Klawiter
      Mother   Lena Schimscheiner
      Mädchen (10 Jahre) Lena Nowakowska
      Mädchen (15 Jahre) Nina Nowakowska
      Regie Roberta Grossman
      Musik Todd Boekelheide
      Kamera Dyanna Taylor
      Buch Roberta Grossman

      „Wer schreibt unsere Geschichte? Wie können wir sicherstellen, dass unsere Erlebnisse, unsere Traditionen, unser Leid durch unsere eigenen Zeugnisse und nicht nur aus der menschenverachtenden Perspektive der Nazis überliefert werden?“ Getrieben von diesen Fragen und Motiven haben der junge couragierte Historiker Emanuel Ringelblum und seine rund 60 Mitstreiter während des Zweiten Weltkriegs über Jahre hinweg ein Geheimarchiv im Warschauer Ghetto betrieben und gefüllt.

      Unter dem Tarnnamen „Oneg Shabbat“ („Freude am Sabbat“) sammelten und vergruben die Mitglieder der geheimen Vereinigung Fotos, Tagebücher, NS-Verordnungen und jiddische Poesie, um der Nachwelt ein authentisches Zeugnis vom Leben im Ghetto und den Verbrechen der NS-Besatzer zu geben. Nur drei von Ringelblums Mitstreitern überlebten den Holocaust, darunter Rachel Auerbach, aus deren Perspektive die Dokumentation erzählt wird. Dank ihrer Hilfe und Beharrlichkeit konnte nach Ende des Krieges in mehreren Suchaktionen ein Großteil der Archivalien aus den Trümmern geborgen werden. Seit 1999 ist das Ghettoarchiv Weltdokumentenerbe der UNESCO.

      Der Film von Roberta Grossman schildert die Entstehungsgeschichte des Untergrundarchivs, über die Räumung des Ghettos bis zum Auffinden der vergrabenen Dokumente nach dem Krieg. Mit aufwendigen Spielszenen, zeithistorischen Aufnahmen, renommierten internationalen Experten und vielfältigen Auszügen aus den überlieferten Tagebüchern werden das alltägliche Leiden im Ghetto, der Hunger, die Verzweiflung und die leidenschaftliche gemeinsame Arbeit an einer eigenen, jüdischen Überlieferung veranschaulicht.

      Dokumentarfilm im Ersten

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