• 24.11.2010
      20:15 Uhr
      Die letzten 30 Jahre Fernsehfilm Deutschland 2010 - Der FilmMittwoch im Ersten | Das Erste
       

      "Die letzten 30 Jahre" erzählt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Studentenbewegung der 1970er Jahre bis in die Jetztzeit, humorvoll verknüpft mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in der jüngeren Geschichte.

      Mittwoch, 24.11.10
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      "Die letzten 30 Jahre" erzählt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Studentenbewegung der 1970er Jahre bis in die Jetztzeit, humorvoll verknüpft mit dem gesellschaftspolitischen Wandel in der jüngeren Geschichte.

       

      Stab und Besetzung

      Resa Schade
      Oskar Landrock
      Stephan Nicholas Reinke
      Veronica Hilbert Lisa Wagner
      Fritzi
      Robert Ostermeier Michael Kranz
      Annemarie Schade Agathe Taffertshofer
      Regie Michael Gutmann
      Drehbuch Ruth Toma
      Kamera Kay Gauditz
      Musik Rainer Michel
      Redaktion Lucia Keuter (WDR)
      Barbara Häbe (ARTE)

      1974 - an den Universitäten herrschen politisch bewegte Zeiten. Da hinein platzt Resa (Rosalie Thomass/Barbara Auer), die ihr Heimatdorf verlassen hat, um in München Jura zu studieren. Richterin will sie werden, denn sie glaubt an Gerechtigkeit. Dieser Glaube wird gleich in der ersten Vorlesung auf die Probe gestellt, als eine Flugblattaktion linker Studenten resolut beendet wird. Noch mehr Eindruck als die politische Intention des Protests hinterlässt freilich deren charismatischer Anführer Oskar (David Rott /August Zirner), Mitglied der "Roten Zellen". Nachdem sie eine Nacht mit ihm verbracht hat, vertieft sie sich für ihn in Marx und die Grundzüge der politischen Ökonomie - eine entfremdete Arbeit mit bescheidenem Mehrwert: Ihr Revolutionär lässt sie bald links liegen, in seinem Weltbild ist für Liebe kein Platz ...
      In den 1980er Jahren treffen sich die angehende Juristin und der politische Aktivist wieder. Während Oskar - jetzt an der "Startbahn West" - immer noch die Welt verändern will, hat Resa ihr privates Glück mit Stephan (Nicholas Reinke) gefunden, einem angehenden Anwalt im Referendariat. Sie selbst hat gerade glänzend das erste Staatsexamen bestanden. Doch wegen ihrer kurzen Vergangenheit mit dem "Klassenfeind" soll sie nicht zum Staatsdienst zugelassen werden. Oskar überwindet zwar seine Abneigung, sich mit den Repräsentanten des Systems auseinanderzusetzen. Doch seine Aussage, Resa sei nie Mitglied der "Roten Zellen" gewesen, ändert nichts daran: Der Radikalenerlass lässt Resas Traum, Richterin zu werden, platzen. Sie weicht auf Anwältin aus. Folgen hat Oskars Freundschaftsdienst dennoch. Resa verbringt die Nacht mit ihm und verlässt Stephan. Auf einmal lebt der Rebell mit einer Frau zusammen, Wohnzimmersofa und Zimmerpflanze inklusive. Doch die "Zweier-Kiste" empfindet der auf seine linken Ideale pochende Oskar auf Dauer nicht als Glück, sondern als beengend. Bürgerliche Existenz? Kinder gar? Nein danke - er verschwindet lieber. Jahre vergehen, ohne dass er von sich hören lässt ...
      2006 vertritt die engagierte Anwältin Resa den BUND im Garzweiler-Prozess vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht - und muss überrascht feststellen, dass Oskar ihr Gegenspieler auf Seiten des CDU-geführten NRW-Wirtschaftsministeriums ist. Aber nicht nur politisch hat er die Seiten gewechselt, auch privat lebt er - ebenso wie Resa - das ehemals Ungewollte. Eines hat sich jedoch nicht geändert: Noch immer fühlen sie sich zueinander hingezogen ...

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      Mittwoch, 24.11.10
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

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