• 08.05.2012
      01:20 Uhr
      ... nächste Woche ist Frieden Spielfilm Deutschland 1995 | Das Erste
       

      Berlin, 1945. In der Hoffnung auf das nahende Kriegsende helfen sich die Bewohner eines Mietshauses in der Edisonstraße gegenseitig so gut es geht. Die patente Tatjana Zeitler findet in einem geplünderten Depot ein paar Tafeln Schokolade und teilt sie mit ihrem Nachbarn Erich Schiefer. Noch ahnt niemand im Haus, dass der schweigsame Erich in seiner Mansarde die Jüdin Ruthi Tannenbaum versteckt hält.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 08.05.12
      01:20 - 02:58 Uhr (98 Min.)
      98 Min.
      VPS 01:05
      Stereo

      Berlin, 1945. In der Hoffnung auf das nahende Kriegsende helfen sich die Bewohner eines Mietshauses in der Edisonstraße gegenseitig so gut es geht. Die patente Tatjana Zeitler findet in einem geplünderten Depot ein paar Tafeln Schokolade und teilt sie mit ihrem Nachbarn Erich Schiefer. Noch ahnt niemand im Haus, dass der schweigsame Erich in seiner Mansarde die Jüdin Ruthi Tannenbaum versteckt hält.

       

      Stab und Besetzung

      Dr. Herbert Pieritz Ulrich Mühe
      Tatjana Zeitler Rita Russek
      Ruthi Tannenbaum Judith Klein
      Erich Schiefer Hans-Joachim Grubel
      Blockwart Gulisch Hans Peter Korff
      Chef Riemer Jürgen Holtz
      Lili Hellriegel Karin Rasenack
      Frau Hain Anna Böttcher
      Frau Jeschke Waltraud Habicht
      Bruno Hellriegel Harry Merkel
      Regie Peter Schulze-Rohr
      Kamera Witold Sobocinski
      Drehbuch Peter F. Steinbach
      Musik Henryk Mikolaj Gorecki

      Um ihre Einsamkeit zu mildern, schreibt die junge Frau Briefe an ihre Familie, die ins Todeslager deportiert wurde. Sie kennt die schreckliche Wahrheit und schickt das Geschriebene niemals ab, braucht aber die Illusion zum Überleben. Durch ein Loch im Fußboden beobachtet sie heimlich, wie in der Wohnung unter ihr jemand einzieht. Herbert Pieritz (Ulrich Mühe), Hörspielautor beim Großdeutschen Rundfunk Berlin, soll ein komisches Stück mit dem Titel "Deutschland lacht" schreiben. Es schlagen zwar jede Menge Granaten ein, doch ein wirklich spaßiger Einfall kommt Herbert dabei nicht. Nachdem Erichs Dachwohnung durch einen Bombentreffer unbewohnbar wird, nimmt Herbert die verängstigte Jüdin spontan bei sich auf. Sein Heldenmut ist riskant, denn der herumschnüffelnde Blockwart Gulisch (Hans Peter Korff) würde Ruthi garantiert verraten. In dieser bedrohlichen Situation nimmt Herbert geistesgegenwärtig den Ausweis einer toten Krankenschwester an sich, die seiner jüdischen Untermieterin ähnelt. Wird Ruthi in ihrer neuen Identität überleben? Peter Schulze-Rohr, der mit der ersten "Tatort"-Episode "Taxi nach Leipzig" Fernsehgeschichte schrieb, inszenierte dieses beklemmende Kriegsdrama über Zivilcourage und Heimtücke nach einem Buch von Peter F. Steinbach, Mitautor der legendären "Heimat" von Edgar Reitz. Das gespenstische Szenario wird geschildert aus der Sicht eines versteckten jüdischen Mädchens, das ähnlich wie Anne Frank in eine tagebuchartige Fantasiewelt flüchtet. Der aufwendige Film beeindruckt durch sein Ensemble, angeführt von Rita Russek, Hans Peter Korff, Judith Klein, Hans-Joachim Grubel - und vor allem Ulrich Mühe in der Rolle des traurigen Komikers.

      Mit großer inszenatorischer Dichte schildert Fernsehlegende Peter Schulze-Rohr beklemmende Impressionen aus den letzten Kriegstagen Berlins. Ausnahmedarsteller Ulrich Mühe beeindruckt als sensibler Autor neben Rita Russek, Judith Klein und Hans Peter Korff als beflissenem Blockwart.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 08.05.12
      01:20 - 02:58 Uhr (98 Min.)
      98 Min.
      VPS 01:05
      Stereo

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