• 17.07.2019
      22:00 Uhr
      Im Schatten der Mondlandung BR Fernsehen
       

      21. Juli 1969: Über 500 Millionen Menschen verfolgen die Landung der Apollo 11 auf dem Mond live vor dem Fernseher. Ein Weltereignis. Doch der Sieg der Amerikaner über die Sowjetunion im Wettlauf zum Mond hat einen moralischen Preis: Einige der deutschen Wissenschaftler, die erfolgreich am Apollo-Programm mitgearbeitet hatten, verbergen ein dunkles Geheimnis. Sie sind Luft- und Raumfahrtmediziner, Biologen, Ingenieure, die allesamt während der NS-Diktatur an Gräueltaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aktiv teilgenommen, sie angeordnet oder zumindest billigend in Kauf genommen haben.

      Mittwoch, 17.07.19
      22:00 - 22:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      21. Juli 1969: Über 500 Millionen Menschen verfolgen die Landung der Apollo 11 auf dem Mond live vor dem Fernseher. Ein Weltereignis. Doch der Sieg der Amerikaner über die Sowjetunion im Wettlauf zum Mond hat einen moralischen Preis: Einige der deutschen Wissenschaftler, die erfolgreich am Apollo-Programm mitgearbeitet hatten, verbergen ein dunkles Geheimnis. Sie sind Luft- und Raumfahrtmediziner, Biologen, Ingenieure, die allesamt während der NS-Diktatur an Gräueltaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aktiv teilgenommen, sie angeordnet oder zumindest billigend in Kauf genommen haben.

       

      21. Juli 1969: Über 500 Millionen Menschen verfolgen die Landung der Apollo 11 auf dem Mond live vor dem Fernseher. Ein Weltereignis. Doch der Sieg der Amerikaner über die Sowjetunion im Wettlauf zum Mond hat einen moralischen Preis: Einige der deutschen Wissenschaftler, die erfolgreich am Apollo-Programm mitgearbeitet hatten, verbergen ein dunkles Geheimnis. Sie sind Luft- und Raumfahrtmediziner, Biologen, Ingenieure, die allesamt während der NS-Diktatur an Gräueltaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aktiv teilgenommen, sie angeordnet oder zumindest billigend in Kauf genommen haben.

      Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren sie im Rahmen der geheimen "Operation Paperclip" in die USA geholt worden, wo sie unbehelligt leben und forschen konnten und der strafrechtlichen Verfolgung im befreiten Deutschland entgingen.

      Einer von ihnen: Der deutsche Wissenschaftler Hubertus Strughold, eine Koryphäe auf dem Gebiet der luftfahrtmedizinischen Forschung; in seinen Kreisen gilt er als der "Vater der Raumfahrtmedizin". Auch er wurde nach Kriegsende in die USA geholt, um die Forschungen der NASA zu unterstützen. Strughold hatte während des NS-Regimes z.B. erforscht, welche Flughöhen menschliche Körper auszuhalten imstande sind. Oder bei wie viel Unterdruck oder welchen Wassertemperaturen Menschen überleben – oder eben nicht. Diese Erkenntnisse waren durch grausame Experimente an Häftlingen des KZ Dachau gewonnen worden; viele dieser Versuche endeten tödlich.

      Die Dokumentation beleuchtet die zweifelhafte Karriere von Hubertus Strughold und seine Verstrickungen in die schrecklichen Menschenversuche in Dachau. Ihm gegenüber steht der US-Major Leo Alexander, ein in Wien geborener und nach den USA ausgewanderter Jude, der im Auftrag der US-Regierung die Verantwortlichen dieser Experimente ausfindig machen soll. Alexanders Suche nach den Drahtziehern mündet in der Aufdeckung eines ganzen Netzwerks von Wissenschaftlern, viele davon enge Vertraute Strugholds. Einige von ihnen werden angeklagt, doch Strughold bleibt zeitlebens eine Strafverfolgung erspart. Die Mondlandung feiert er als Ehrengast in Houston. Erst posthum werden ihm seine Ehrungen entzogen. Der Film enthüllt die Wahrheit über den "Vater der Raumfahrtmedizin".

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.10.2019