• 24.01.2020
      01:40 Uhr
      Zwei Tage, eine Nacht Spielfilm Belgien, Frankreich, Italien 2013 | arte
       

      Geld gegen Gewissen? Mitten in der Wirtschaftskrise stellt der Chef seine Angestellten vor die Wahl: Wird Sandra entlassen, bekommt jeder eine Prämie. Bleibt sie, bleibt auch das Geld aus. Am Freitagnachmittag haben sich 14 von 16 Mitarbeitern für den eigenen Bonus entschieden. Sandra ist verzweifelt. Zusammen mit einer Kollegin überzeugt sie ihren Chef von einer Neuabstimmung am folgenden Montag. Jetzt hat sie zwei Tage und eine Nacht, um das Blatt zu wenden: Wird sie ihre Kollegen davon überzeugen können, für sie und gegen die Prämie zu stimmen? Mit ihrem preisgekrönten Sozialdrama brechen die belgischen Filmemacher ...

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 24.01.20
      01:40 - 03:15 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Geld gegen Gewissen? Mitten in der Wirtschaftskrise stellt der Chef seine Angestellten vor die Wahl: Wird Sandra entlassen, bekommt jeder eine Prämie. Bleibt sie, bleibt auch das Geld aus. Am Freitagnachmittag haben sich 14 von 16 Mitarbeitern für den eigenen Bonus entschieden. Sandra ist verzweifelt. Zusammen mit einer Kollegin überzeugt sie ihren Chef von einer Neuabstimmung am folgenden Montag. Jetzt hat sie zwei Tage und eine Nacht, um das Blatt zu wenden: Wird sie ihre Kollegen davon überzeugen können, für sie und gegen die Prämie zu stimmen? Mit ihrem preisgekrönten Sozialdrama brechen die belgischen Filmemacher ...

       

      Die Wirtschaftskrise belastet die Bevölkerung. Mittendrin Sandra. Um das Haus abzubezahlen, in dem sie mit ihrem Mann Manu und ihren zwei Kindern lebt, ist sie auf ihren Lohn angewiesen. Gerade erst hat sie eine Depression überwunden, da bekommt sie einen Anruf von ihrem Arbeitgeber: Die Firma, in der sie arbeitet, überlegt, ihre Stelle abzubauen, und lässt den Mitarbeitern die Wahl: Wird Sandra entlassen, bekommt jeder eine Prämie von tausend Euro, behält sie ihren Posten, bleibt das Geld aus. Am Freitagnachmittag stimmen 14 von 16 Kollegen für die Prämie.
      Doch Sandra hat noch eine letzte Hoffnung: Angetrieben von ihrem Mann und einer Kollegin, kann sie den Chef ihrer Firma dazu überreden, am folgenden Montagmorgen erneut abstimmen zu lassen. So bleiben ihr zwei Tage und eine Nacht an diesem Wochenende, um ihre Kollegen aufzusuchen und sie zu überreden, für den Erhalt ihrer Arbeitsstelle zu stimmen. Vor allem mit Jean-Marc, der versucht, die Belegschaft für die Prämie zu gewinnen, hat die junge Frau zu kämpfen.
      Es beginnt eine Reise durch die sozial schwachen Viertel des belgischen Großraums Lüttich; ein Kampf gegen den sozialen Abstieg, Depressionen und die moralisch überaus zweifelhafte Methode eines Arbeitgebers, Mitarbeiter zu entlassen.
      Das belgische Brüderpaar Jean-Pierre und Luc Dardenne zeigt mit viel Menschlichkeit die harte Realität einer mit der Wirtschaftskrise kämpfenden Gesellschaft, die, um zu überleben, finanziellen Anreiz über das Wohl eines Mitmenschen stellt.

      Das Drama erhielt unter anderem 2015 den Prix Lumière als bester französischsprachiger internationaler Film und 2014 den Europäischen Filmpreis für die Leistung von Oscarpreisträgerin Marion Cotillard als beste Schauspielerin. In der gleichen Kategorie wurde sie für "Zwei Tage, eine Nacht" für einen Oscar nominiert. Weitere Nominierungen erhielt der Film für den BAFTA Award, den César und in Cannes für die Goldene Palme der Filmfestspiele. Dort können die Brüder Dardenne auf eine lange Reihe von Erfolgen zurückblicken - es war ihr sechster von inzwischen acht Filmen, die sie im Süden Frankreichs zum Wettbewerb vorstellten.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 24.01.20
      01:40 - 03:15 Uhr (95 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.12.2019