• 05.07.2020
      23:15 Uhr
      Zsa Zsa Gabor, Königin des roten Teppichs Dokumentation Deutschland 2018 | arte Mediathek
       

      Zsa Zsa Gabor, sie war Diva und Hollywood Berühmtheit auf dem roten Teppich. Ihre Schlagfertigkeit und ihr Sinn für die große Inszenierung machten die gebürtige Ungarin in Hollywood zu einem Star. Sie war weit vor der MeToo-Kampagne eine Frau, die sagte, was sie über Männer dachte. Sie offenbarte, wie das System Hollywood funktioniert. Und das mit weit mehr Stil als heute die Kardashians. Zsa Zsa Gabor erlebte alles, was Hollywood zu bieten hatte: Aufmerksamkeit, Glamour und medialen Erfolg. Doch sie zahlte dafür einen hohen Preis. Sie war die erste Frau, die berühmt dafür war, berühmt zu sein.

      Sonntag, 05.07.20
      23:15 - 00:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Zsa Zsa Gabor, sie war Diva und Hollywood Berühmtheit auf dem roten Teppich. Ihre Schlagfertigkeit und ihr Sinn für die große Inszenierung machten die gebürtige Ungarin in Hollywood zu einem Star. Sie war weit vor der MeToo-Kampagne eine Frau, die sagte, was sie über Männer dachte. Sie offenbarte, wie das System Hollywood funktioniert. Und das mit weit mehr Stil als heute die Kardashians. Zsa Zsa Gabor erlebte alles, was Hollywood zu bieten hatte: Aufmerksamkeit, Glamour und medialen Erfolg. Doch sie zahlte dafür einen hohen Preis. Sie war die erste Frau, die berühmt dafür war, berühmt zu sein.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Nicola Graef
      Heike Dickebohm

      Zsa Zsa Gabor, sie war Diva und Hollywoods Berühmtheit auf dem roten Teppich. Ihre Schlagfertigkeit und ihr Sinn für die große Inszenierung machten die gebürtige Ungarin in Hollywood zu einem Star. Sie war weit vor der MeToo-Kampagne eine Frau, die sagte, was sie über Männer dachte. Zsa Zsa Gabor erlebte alles, was Hollywood zu bieten hatte: Aufmerksamkeit, Glamour und medialen Erfolg. Doch sie zahlte dafür einen hohen Preis. Als Schauspielerin blieb ihr eine Karriere versagt, sie erlebte häusliche Gewalt und musste lernen, sich dem System Hollywood anzupassen.

      Zsa Zsa Gabor verstand es früh, ihr Leben in Szene zu setzen: Noch sehr jung heiratete sie einen türkischen Diplomaten, trennte sich, reiste von Ankara aus in die USA, heiratete dort den Hotelier Conrad Hilton, verhalf während des Zweiten Weltkriegs ihrer Familie in die USA, bekam eine Tochter, trennte sich und zog mit ehrgeizigen Plänen nach Hollywood. „Sie bekam gerade mal eine Hauptrolle, und das in einem schlechten B-Movie.

      Ihr Auftritt als Tänzerin Jane Avril in ‚Moulin Rouge‘, einem ihrer ersten Filme, blieb den Menschen am besten in Erinnerung“, so fasst Filmkritiker Leonard Maltin ihren mäßigen Schauspielerfolg zusammen.

      Doch Zsa Zsa Gabor war zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Das Fernsehen sollte ab den 50er Jahren ihre Zukunft bestimmen, als eloquenter Gast wurde sie zum Star. Werbung, kleine Fernsehrollen, diverse Talkshows. Immer witzig, glamourös, meist schlagfertiger als die Moderatoren selbst. Als sie Anfang der 80er Jahre den deutschen Prinzen Frédéric von Anhalt kennenlernte, hatte sich das „perfekte Match“ gefunden. Mit seinem erkauften Adelstitel und dem ausgeprägten Hang zur Selbstinszenierung vermarktete das Paar fortan gemeinsam die alltäglichen Dramen.

      Nach einem Autounfall im Jahr 2002 wurde es stiller um die Diva. Sie zog sich auf ihr Anwesen zurück, wurde schließlich zum Pflegefall. Zsa Zsa Gabor starb Ende 2016 in Los Angeles, vermutlich kurz vor ihrem 100. Geburtstag. Das genaue Geburtsjahr blieb Zeit ihres Lebens ein gut gehütetes Geheimnis.

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