• 19.07.2020
      03:30 Uhr
      Zoom auf Russland Am Rande des Imperiums | arte
       

      Die Dokumentationsreihe präsentiert Länder und Regionen der Welt, die einem tiefgreifenden Wandel unterliegen, und betrachtet sie durch das Objektiv zeitgenössischer Fotografen. Nach China und Indien führt die Reise nun in die Steppen, Wälder und Städte Russlands, einen Staat zwischen Tradition und Moderne.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 19.07.20
      03:30 - 03:55 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Dokumentationsreihe präsentiert Länder und Regionen der Welt, die einem tiefgreifenden Wandel unterliegen, und betrachtet sie durch das Objektiv zeitgenössischer Fotografen. Nach China und Indien führt die Reise nun in die Steppen, Wälder und Städte Russlands, einen Staat zwischen Tradition und Moderne.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Alexander Abaturov

      Die Russische Föderation ist der flächenmäßig größte Staat der Erde, und viele Regionen sind bis heute nur schwer zugänglich. In diesen Gegenden führt die räumliche Abgeschiedenheit zu kultureller und gesellschaftlicher Marginalisierung.

      Die Fotografin Elena Anosova stammt aus einem einsamen Dorf an der Grenze zur Mongolei und befasst sich in ihrer Arbeit mit dem Thema Isolation. Zur geografischen Abgeschiedenheit in Teilen Russlands kommt eine gesellschaftliche und kulturelle Einsamkeit hinzu.
      Anschließend führt Oleg Klimov auf die Insel Sachalin im äußersten Osten Russlands. Fast zwölf Jahre lang war Klimov Kriegsfotograf, inzwischen widmet er sich den Meeren und Flüssen, an denen die russischen Städten liegen. 1890 verbrachte Anton Tschechow hier drei Monate und schrieb "Die Insel Sachalin", eine literarische Reportage über die entsetzlichen Lebensbedingungen der auf die Insel verbannten Sträflinge.

      Dmitry Markov zeigt Menschen, die heute in armen Vorstädten und abgelegenen Provinzen wie im Exil leben. Seine Fotos, die er ausschließlich mit dem Handy aufnimmt, veröffentlicht er direkt in den sozialen Netzwerken. Er selbst würde sich nicht als professionellen Fotografen bezeichnen. Durch seine Arbeit in einem Heim für Menschen mit geistigen Behinderungen entwickelte er ein neues Projekt: Er möchte diesen Menschen eine Zukunftsperspektive und ein selbstständiges Leben bieten, durch seine Fotos Aufmerksamkeit erregen.

      Zum Abschluss führt Igor Mukhin in ein Atelier, das zeitgenössische Künstler in einer ehemaligen Fabrik eingerichtet haben. Nach der anfänglichen Aufbruchsstimmung nach dem Zerfall der Sowjetunion ist heute ein Wiedererstarken von Zensur, Repression und Selbstzensur feststellbar. Kann die junge Künstlergeneration diesen unsichtbaren Eisernen Vorhang überwinden?

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 19.07.20
      03:30 - 03:55 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.07.2020