• 10.12.2013
      20:15 Uhr
      Willy Brandt - Erinnerungen an ein Politikerleben Dokumentarfilm Deutschland 2013 | arte
       

      Als Regierender Bürgermeister Westberlins, als Außenminister einer Großen Koalition, als Bundeskanzler der Bonner Republik und als langjähriger SPD-Vorsitzender hat Willy Brandt die deutsche und europäische Nachkriegsgeschichte entscheidend mitgestaltet. Er hat die bundesrepublikanische Gesellschaft der 60er und 70er-Jahre mitgeprägt und dem politischen Leben eine neue Ausrichtung gegeben. Der Dokumentarfilm zeigt wichtige Stationen seines Lebens und lässt ihn selbst - in Archivaufnahmen - sowie viele Freunde und politische Weggefährten zu Wort kommen.

      Dienstag, 10.12.13
      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Als Regierender Bürgermeister Westberlins, als Außenminister einer Großen Koalition, als Bundeskanzler der Bonner Republik und als langjähriger SPD-Vorsitzender hat Willy Brandt die deutsche und europäische Nachkriegsgeschichte entscheidend mitgestaltet. Er hat die bundesrepublikanische Gesellschaft der 60er und 70er-Jahre mitgeprägt und dem politischen Leben eine neue Ausrichtung gegeben. Der Dokumentarfilm zeigt wichtige Stationen seines Lebens und lässt ihn selbst - in Archivaufnahmen - sowie viele Freunde und politische Weggefährten zu Wort kommen.

       

      Willy Brandt hat die deutsche und europäische Nachkriegsgeschichte und die Geschichte Europas entscheidend mitgestaltet: als Regierender Bürgermeister Westberlins im Kalten Krieg, als Außenminister einer Großen Koalition - mit Kurt-Georg Kiesinger, dem früheren Mitarbeiter des Reichsministers Göbbels als Kanzler - , als Bundeskanzler der Bonner Republik und als langjähriger SPD-Vorsitzender mit großem internationalem Renommé.

      Er genoss im Ausland hohes Ansehen und war in Deutschland, West wie Ost, doch umstritten.. Seine Gegner sahen in ihm den Vaterlandsflüchtling, den Adenauer als "Willy Brandt alias Herbert Frahm" zu diffamieren suchte, weil er 1933 aus seiner Heimatstadt Lübeck vor dem Hitler-Regime nach Norwegen geflohen war. Für seine Anhänger jedoch war er das Symbol des Aufbruchs und der Erneuerung. Willy Brandt steht für ein Mehr an Demokratie und ein friedliches, modernes Deutschland, das sich mit seiner schwerwiegenden Vergangenheit erstmals auseinandersetzte. Er hat wie kein anderer die bundesrepublikanische Gesellschaft der 60er und 70er Jahre mit verändert und dem politischen Leben eine neue Ausrichtung gegeben.

      Mit Sätzen wie "Mehr Demokratie wagen" und "Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein, nach innen nach außen" war er Vorbild, besonders auch für die junge Generation in Deutschland. Der Dokumentarfilm erzählt die wichtigsten Stationen aus dem politischen Leben Willy Brandts und lässt den charismatischen Politiker für sich selbst sprechen: in seltenen und besonderen Archivbildern von den Anfängen seiner politischen Karriere und der Zeit der Bonner Republik bis zu seinem Tod 1992.

      Ein Film von André Schäfer.

      Viele Freunde und enge Weggefährten Willy Brandts erinnern sich und zeichnen ein ganz persönliches Bild des Politikers: dazu gehören der Sohn Professor Peter Brandt, die Freunde und Weggefährten Egon Bahr und Franz Müntefering, die Journalistinnen und Journalisten Wibke Bruhns, Heli Ihlefeld, Gerd Ruge, Gunter Hofmann, Werner Perger und Adam Krzeminski, Brandts enge Mitarbeiter Wolf-Dietrich Schilling, Klaus Harpprecht und Albrecht Müller, die Fotografen Josef Darchinger, der in diesem Sommer verstarb, und Konrad R. Müller, der Werbefachmann Harry Walter, der die Wahlkämpfe der SPD '69 und '72 gestaltete, sowie Elizabeth Spanjer-Fisher, eine heute 98-jährige Jugendfreundin Willy Brandts, die von Brandts Exilzeit erzählt.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.08.2020