• 14.09.2019
      21:40 Uhr
      Wenn das Eis bricht Forscher im Kampf gegen die Zeit - Thema: Klimawandel - Die globale Herausforderung | arte
       

      Als in der Antarktis einer der größten Eisberge der Geschichte abbrach, hielt die Welt den Atem an: Die Bilder des schwimmenden Eiskolosses, der siebenmal so groß ist wie Berlin, gingen um die Welt. Was hat der Abbruch vom Larsen-C-Schelfeis zu bedeuten? Ist es ein erneutes Indiz für den voranschreitenden Klimawandel, oder handelt es sich um ein "natürliches" Kalben, um ein gewöhnliches Naturschauspiel? Eine schwierige Frage, mit der sich Klimawissenschaftler auseinandersetzen müssen.

      Samstag, 14.09.19
      21:40 - 22:35 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Als in der Antarktis einer der größten Eisberge der Geschichte abbrach, hielt die Welt den Atem an: Die Bilder des schwimmenden Eiskolosses, der siebenmal so groß ist wie Berlin, gingen um die Welt. Was hat der Abbruch vom Larsen-C-Schelfeis zu bedeuten? Ist es ein erneutes Indiz für den voranschreitenden Klimawandel, oder handelt es sich um ein "natürliches" Kalben, um ein gewöhnliches Naturschauspiel? Eine schwierige Frage, mit der sich Klimawissenschaftler auseinandersetzen müssen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Tanja Dammertz

      Als in der Antarktis einer der größten Eisberge der Geschichte abbrach, gingen die Bilder des schwimmenden Eiskolosses A-68, der siebenmal so groß ist wie Berlin, um die Welt. Was hat der Abbruch vom Larsen-C-Schelfeis zu bedeuten?

      Ist es ein erneutes Indiz dafür, dass der Klimawandel voranschreitet, oder handelt es sich um ein "natürliches" Kalben, um ein gewöhnliches Naturschauspiel? Eine der schwierigsten Fragen, mit denen sich Klimawissenschaftler auseinandersetzen müssen. Heutzutage ist es möglich, die schwer zugänglichen Polarregionen mit modernster Technik zu beobachten. Durch Radarmessungen können Forscher den Rückgang des Eises berechnen, Satellitenaufnahmen geben Hinweise auf Vulkanfelder unter dem antarktischen Eisschild.

      Es gibt Fakten, die unbestritten sind: Die Temperatur der Erdoberfläche hat sich seit der Industrialisierung um durchschnittlich rund ein Grad erwärmt. Die Folgen für Flora und Fauna sind schon jetzt zu spüren. Klimawissenschaftler auf der ganzen Welt widmen sich aber nicht nur den Folgen und Ursachen, einige versuchen auch, mit neuen Methoden die Erderwärmung zu stoppen.

      Geoengineering lautet dabei das Schlagwort: Ist es sinnvoll die Atmosphäre mit Schwefelpartikeln zu verdunkeln oder CO2 aus der Luft zu saugen? Oder handelt es sich dabei eher um einen gefährlichen Eingriff in das Klimasystem? Fest steht, dass die Klimawissenschaftler mehr denn je vor erheblichen Herausforderungen stehen, denn trotz modernster Technik gibt es selten eindeutige Antworten - bestes Beispiel dafür ist der Abbruch am Larsen-C-Schelfeis.

      Die 20 wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnung lagen in den vergangenen 22 Jahren. Weltweit!

      In ganz Europa hat man spätestens im letzten Sommer deutlich zu spüren bekommen, dass die Klimakrise nicht nur droht, sondern real ist. Die Fridays-for-Future-Bewegung der Jugend fordert seit Monaten, dass endlich gehandelt wird, und hat durch die mediale Aufmerksamkeit geholfen, dass verstanden wurde: Den Klimawandel in Schach zu halten, ist die größte Herausforderung unserer Zeit und die Anstrengungen dafür müssen schnell und aus allen erdenklichen Richtungen kommen. Nur so kann die Erderwärmung um höchstens zwei Grad bis 2050 gebremst werden.

      UN-Generalsekretär António Gutierrez hat am 23. September zum Gipfel nach New York eingeladen und möchte konkrete Pläne hören, wie die Staatengemeinschaft im kommenden Jahr den Anstieg der CO2-Emissionen stoppen und dann schrittweise reduzieren will. Das Ziel: bis 2050 null Emissionen! ARTE widmet dem Thema Klimawandel nur wenige Tage vor dem Treffen in New York einen Programmschwerpunkt. Wir reisen in faszinierende Eiswelten, zu bedrohten Korallenriffen, berichten über kleine und große Klimahelden, Hoffnung gebende Innovationen und geschlossene Ozonlöcher, aber natürlich auch über die Auswirkungen der extremen Wetterereignisse in den verschiedensten Regionen der Welt schon heute.

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