• 07.11.2021
      14:40 Uhr
      Weltkultur. Weltkunst. Der Louvre Frankreich 2021 | arte
       

      Der Pariser Louvre ist mit seinen einzigartigen Sammlungen das größte Museum der Welt - ein Universalmuseum, dessen Geschichte bis in die Zeit der Französischen Revolution zurückreicht. Wie ist die Idee zu einem solchen Museum entstanden? Was verrät die Geschichte des Museums über vergangene Zeiten? Von den Revolutionswirren über die Eroberungsfeldzüge Napoleons und den Niedergang seines Kaiserreichs bis zu den französischen Mittelmeerexpeditionen erzählen einige der wichtigsten Werke aus dem Kernbestand des Museums von historischen Entwicklungen, die den Louvre, Frankreich und den gesamten europäischen Kontinent geprägt haben.

      Sonntag, 07.11.21
      14:40 - 16:15 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Der Pariser Louvre ist mit seinen einzigartigen Sammlungen das größte Museum der Welt - ein Universalmuseum, dessen Geschichte bis in die Zeit der Französischen Revolution zurückreicht. Wie ist die Idee zu einem solchen Museum entstanden? Was verrät die Geschichte des Museums über vergangene Zeiten? Von den Revolutionswirren über die Eroberungsfeldzüge Napoleons und den Niedergang seines Kaiserreichs bis zu den französischen Mittelmeerexpeditionen erzählen einige der wichtigsten Werke aus dem Kernbestand des Museums von historischen Entwicklungen, die den Louvre, Frankreich und den gesamten europäischen Kontinent geprägt haben.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Frédéric Wilner

      Es begann alles mit der „Mona Lisa“. Das Gemälde der geheimnisvoll lächelnden Dame ist vor fast genau 500 Jahren in die königliche Sammlung eingegangen. Nach der siegreichen Schlacht von Marignano holte König Franz I. Leonardo da Vinci an den französischen Hof und gewährte ihm eine großzügige Pension. Doch erwarb er auch die drei Meisterwerke, die der Maler nach Frankreich mitgebracht hatte? Oder übernahm er sie nach Leonardos Tod in seinen Besitz, ohne dafür zu zahlen? Im französischen Nationalarchiv finden sich bislang unbekannte Dokumente, die darüber Auskunft geben, wie die „Mona Lisa“ tatsächlich Teil der französischen Sammlungen wurde.

      Ähnlich sieht es mit den meisten anderen Meisterwerken des Louvre aus: Die Hintergründe, wie sie ins Museum gelangten, erzählen immer auch ein Stück französischer Geschichte. Da sind zum Beispiel die beiden gotischen Statuen von Karl V. und Jeanne de Bourbon, die in den Wirren der Revolution unter dramatischen Umständen gerettet wurden. Oder das Schwert Karls des Großen, das 1793 in den Louvre kam, als die Revolutionäre die königlichen Schatzkammern plünderten und die meisten Metallgegenstände einschmolzen.

      Dann gibt es eine Reihe von Kunstwerken, die während der Feldzüge der Revolutionsarmee und der kaiserlichen Truppen als Raubkunst nach Frankreich verbracht wurden, darunter die „Hochzeit zu Kana“ von Paolo Caliari, genannt Veronese, und die „Stigmatisierung des heiligen Franziskus“ von Ambrogiotto di Bondone, genannt Giotto.

      Im Anschluss an die Niederlage der kaiserlichen Truppen 1815 wurden Tausende Kunstwerke an ihre Herkunftsländer zurückgegeben. Um die verwaisten Säle des Louvre wieder mit Kunst zu füllen, schuf der neue Direktor, Graf Auguste de Forbin, eine Sammlung für zeitgenössische Kunst. „Die Freiheit führt das Volk“ von Eugène Delacroix ist seiner Initiative zu verdanken.

      Der Erwerb der Venus von Milo sollte die Sammlung im Bereich der griechischen Skulptur aufwerten. Die große Sphinx von Tanis zeugt von der Rivalität zwischen Paris und London um die bedeutendste altägyptische Sammlung, während die geflügelten Stiere aus Khorsabad den Louvre zu einem echten Universalmuseum machten.

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