• 20.09.2022
      21:50 Uhr
      Weggesperrt - Bürger hinter Gittern Deutschland 2022 | arte
       

      In Deutschland und Frankreich sitzen circa 127.000 Menschen in Gefängnissen. Über die Hälfte wird innerhalb von drei Jahren nach der Entlassung rückfällig. In der Haft soll der Täter resozialisiert werden zu einem "besseren" Menschen, der nicht mehr kriminell wird. Kann das gelingen? Wie sind die Bedingungen der Haft heute?
      Johan von Mirbach begleitet Häftlinge im geschlossenen und offenen Vollzug in Deutschland und in Frankreich. Von Mirbach zeigt, wie Gefangene das Eingesperrtsein erleben und wie die Menschen, die mit ihnen arbeiten, das System bewerten, und er hinterfragt, ob der Strafvollzug heute auf dem richtigen Weg ist.

      Dienstag, 20.09.22
      21:50 - 23:20 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      In Deutschland und Frankreich sitzen circa 127.000 Menschen in Gefängnissen. Über die Hälfte wird innerhalb von drei Jahren nach der Entlassung rückfällig. In der Haft soll der Täter resozialisiert werden zu einem "besseren" Menschen, der nicht mehr kriminell wird. Kann das gelingen? Wie sind die Bedingungen der Haft heute?
      Johan von Mirbach begleitet Häftlinge im geschlossenen und offenen Vollzug in Deutschland und in Frankreich. Von Mirbach zeigt, wie Gefangene das Eingesperrtsein erleben und wie die Menschen, die mit ihnen arbeiten, das System bewerten, und er hinterfragt, ob der Strafvollzug heute auf dem richtigen Weg ist.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Johan von Mirbach

      In Deutschland und Frankreich sitzen circa 127.000 Menschen in Gefängnissen. Über die Hälfte wird innerhalb von drei Jahren nach der Entlassung wieder rückfällig. Deshalb galten Gefängnisse schon vor Jahrzehnten als "gescheiterte" Institutionen: Menschen würden nur weggesperrt, dabei ist der Zweck der Strafe, den Täter zu resozialisieren - also zu einem "besseren" Menschen zu machen, der nicht mehr kriminell wird. Doch gelingt das?

      Häftlinge wie Matthias empfinden ihre sechs Jahre hinter Gittern als vergeudete Zeit, Thorsten kommt über 30 Jahre hinweg immer wieder in den Knast. Dass man Konflikte auch verbal lösen kann, hat er nie gelernt. Erst jetzt, mit 50 Jahren, will er sein Leben ändern.

      Der Großteil der Inhaftierten sitzt wegen Drogen- oder Kleinstvergehen ein und kostet den Staat sehr viel Geld. Dass mit einer Drogenpolitik, die auf Therapie statt Bestrafung setzt, auch die Gefängnisse leerer werden, zeigt der Film am Beispiel Portugal. Auch in Deutschland bemüht man sich um Modernisierung: Im offenen Vollzug werden Häftlinge auf das Leben in Freiheit vorbereitet. Sie können arbeiten und sich so eine echte Perspektive schaffen.

      Doch wie sind die Bedingungen in Deutschlands und Frankreichs Gefängnissen tatsächlich? Filmemacher Johan von Mirbach begleitet Häftlinge im geschlossenen und offenen Vollzug, in Deutschland wie in Frankreich, wo die Haftanstalten durchschnittlich zu 114 Prozent überbelegt sind. Er befragt Gefängnisleiter und Kriminalbeamte, ehemalige Intensivstraftäter, Politiker und Historikerinnen, um herauszufinden, wo die Institution des Gefängnisses heute steht und ob der eingeschlagene Weg der richtige ist.

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