• 30.03.2020
      03:40 Uhr
      Vergissmeinnicht - Gala Dalí, Muse Dokumentationsreihe Frankreich 2015 | arte
       

      Das 20. Jahrhundert ist reich an Ereignissen, die Europa nachhaltig prägten. Die Reihe widmet sich jenen Menschen, die - wenn auch manchmal nur für kurze Zeit - zu Mitgestaltern der europäischen Geschichte wurden, später aber in Vergessenheit gerieten. Jede Folge schildert eines dieser besonderen Schicksale und setzt es in den jeweiligen historischen und gesellschaftspolitischen Zusammenhang.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 30.03.20
      03:40 - 04:10 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Das 20. Jahrhundert ist reich an Ereignissen, die Europa nachhaltig prägten. Die Reihe widmet sich jenen Menschen, die - wenn auch manchmal nur für kurze Zeit - zu Mitgestaltern der europäischen Geschichte wurden, später aber in Vergessenheit gerieten. Jede Folge schildert eines dieser besonderen Schicksale und setzt es in den jeweiligen historischen und gesellschaftspolitischen Zusammenhang.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jacques Malaterre

      In einer Burg im spanischen Púbol ruht eine Muse. Eine Bilderstürmerin, Geschäftsfrau und Freidenkerin, die große Künstler inspiriert hat. Der größte war Salvador Dalí. Ihm gab sich die Muse hin, sie liebte ihn leidenschaftlich, bis sie ihn im Herbst ihres Lebens einer jüngeren, vermeintlich schöneren, dem Modell Amanda Lear, überließ. Die Rede ist von Gala - einer der größten Musen des 20. Jahrhunderts. Wer war diese Frau wirklich, die die Männer so betört hat? Gala Djakonowa wird 1894 in Kasan an der Wolga geboren. Eigentlich heißt sie Jelena, nennt sich aber Gala. Sie wächst in Moskau in einem bürgerlich-kulturellen Umfeld auf. Als sie mit 17 Jahren an Tuberkulose erkrankt, schicken ihre Eltern sie in ein Sanatorium im schweizerischen Clavadel. Das junge Mädchen langweilt sich dort, bis es eines Tages einen blassen, kranken Dichter kennenlernt: Paul Eluard. Er wird die erste große Liebe ihres Lebens. 1917 heiraten Gala und Paul und bekommen eine Tochter, Cécile. Im Umkreis der Pariser Surrealisten wird Gala in einer offenen Beziehung zu Eluard auch die Geliebte von Max Ernst. 1929 lernt Eluard in der Pariser Pigalle einen jungen spanischen Maler kennen: Salvador Dalí. Er lädt das Paar zu einem Urlaub nach Spanien ein. Der rätselhafte Katalane ist von der charmanten Russin hingerissen. Sehr schnell beginnen die beiden ein Liebesverhältnis. Paul Eluard kehrt alleine nach Paris zurück. Gala will bei dem Maler bleiben. Ob Engel, Göttin oder Madonna - Gala wird fortan Dalís Bilder und Träume beherrschen. Gala bleibt bis heute ein Mysterium. Und sie blieb ein Leben lang eine Frau im Schatten der Kunst.

      An historischen Wendepunkten waren häufig Menschen beteiligt, deren eigenes Schicksal dadurch eine bestimmte Richtung nahm, die später jedoch schnell in Vergessenheit gerieten. Das Englische hat für solche Helden, deren Taten nie besungen wurden, den Begriff „Unsung Heroes“. Die Reihe schildert 20 solcher Schicksale und stellt die damit verbundenen Ereignisse in einen gesamteuropäischen Zusammenhang. Mit umfangreichem historischem Archivmaterial, aktuellen Aufnahmen an Originalschauplätzen und zahlreichen O-Tönen vermittelt die Reihe bewegte Momente der Geschichte hautnah.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 30.03.20
      03:40 - 04:10 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 04.04.2020