• 14.02.2013
      18:25 Uhr
      Vergessene Völker (4/4) Die Kaschuben in Polen | arte
       

      Die Kaschuben sind ein westslawisches Volk, das im Norden Polens lebt. Im Sozialismus galten Volksbräuche als rückschrittlich und verschwanden von der Bildfläche. Doch seit der politischen Wende Ende der 80er Jahre in Osteuropa besinnen sich vergessene Völker wie die Kaschuben wieder ihrer kulturellen Identität und ihrer Traditionen.

      Donnerstag, 14.02.13
      18:25 - 19:10 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 18:15
      Stereo HD-TV

      Die Kaschuben sind ein westslawisches Volk, das im Norden Polens lebt. Im Sozialismus galten Volksbräuche als rückschrittlich und verschwanden von der Bildfläche. Doch seit der politischen Wende Ende der 80er Jahre in Osteuropa besinnen sich vergessene Völker wie die Kaschuben wieder ihrer kulturellen Identität und ihrer Traditionen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Adama Ulrich

      Die Kaschuben sind ein westslawisches Volk, das im Norden Polens lebt. Die Dokumentation erzählt davon, wie es sich für die Wiedererweckung seiner Identität engagiert. Im Sozialismus galten Volksbräuche als rückschrittlich und verschwanden von der Bildfläche. Seit der politischen Wende Ende der 80er Jahre in Osteuropa besinnen sich vergessene Völker wie die Kaschuben wieder ihrer kulturellen Identität. Besonders an Feiertagen wie Weihnachten oder zu regionalen Festen wird das deutlich, wenn Jung und Alt in ihren schönen kaschubischen Trachten die folkloristischen Tänze aufführen und ihre traditionellen Lieder singen.

      Weihnachten ist bei den Kaschuben ein ganz besonderes Fest. Das hat mit ihrem streng katholischen Glauben und der Pflege ihres Brauchtums zu tun. Beim weichnachtlichen Festessen stehen am Heiligabend zwölf unterschiedliche Gerichte auf dem Tisch. Sie symbolisieren die zwölf Apostel Christi. Sogar die Kühe bekommen an diesem Tag etwas Besonderes in ihre Tröge und werden vor dem Fressen gesegnet. Bei aller Religiosität kommen Spaß und Frohsinn zum Fest nicht zu kurz. So ziehen lustige Cliquen von Haus zu Haus, um mit lautem Getöse und furchterregenden Kostümen das Böse zu verscheuchen.

      Die Dokumentation begleitet die junge Germanistikstudentin Jola Drywa auf der Suche nach ihren kaschubischen Wurzeln. Wir sind dabei, wenn sie an einer Pfeifenmeisterschaft teilnimmt, besuchen sie bei ihren Eltern im Dorf, feiern mit ihrer Familie Weihnachten und folgen mit ihr in Danzig den Spuren des wohl berühmtesten Kaschuben, Günter Grass. Der Film zeigt auch die musikbegeisterte Familie der Kaschubisch-Lehrerin Joanna Szroeder, die eine Tanzgruppe leitet, fährt mit der Fischerfamilie Meczykowski auf den Mauszsee, der auch das "Kleine Meer der Kaschubei" genannt wird, und feiert mit ihnen den Johannistag.

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      Donnerstag, 14.02.13
      18:25 - 19:10 Uhr (45 Min.)
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