• 24.05.2022
      21:05 Uhr
      Ukraine-Polen: Die Grenze der Solidarität Frankreich 2022 | arte
       

      Seit der Invasion der Ukraine durch Russland am 24. Februar 2022 überqueren täglich Tausende Flüchtlinge die über 500 Kilometer lange polnisch-ukrainische Grenze. Überwiegend Frauen, Kinder und ältere Menschen. Schon bald könnten knapp fünf Millionen Ukrainer zu Polens Bevölkerung hinzukommen.
      Wie reagieren die Menschen im östlichen Teil Polens auf den russischen Einmarsch in die Ukraine? Wie fühlen sich die Ukrainer, die in Polen Zuflucht gefunden haben? Wird die enorme Welle der Solidarität anhalten?

      Dienstag, 24.05.22
      21:05 - 22:10 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo

      Seit der Invasion der Ukraine durch Russland am 24. Februar 2022 überqueren täglich Tausende Flüchtlinge die über 500 Kilometer lange polnisch-ukrainische Grenze. Überwiegend Frauen, Kinder und ältere Menschen. Schon bald könnten knapp fünf Millionen Ukrainer zu Polens Bevölkerung hinzukommen.
      Wie reagieren die Menschen im östlichen Teil Polens auf den russischen Einmarsch in die Ukraine? Wie fühlen sich die Ukrainer, die in Polen Zuflucht gefunden haben? Wird die enorme Welle der Solidarität anhalten?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Lech Kowalski

      Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine beschäftigt den polnischstämmigen Regisseur Lech Kowalski nur ein Gedanke: Er will mit der Kamera zurück an die polnisch-ukrainische Grenze. Kowalski kennt die Gegend gut, da er 2013 zwei Dokumentarfilme dort gedreht hat. Von Paris aus kontaktiert er alle Personen, mit denen er seit damals noch in Verbindung steht. Sie erzählen ihm, wie sich ihr Alltag nach dem 24. Februar 2022 verändert hat. Ohne zu zögern bricht Kowalski mit seiner Kamera nach Polen auf.

      In der Region Lublin im Südosten Polens filmt er die Landwirte, die in seinen Filmen zu sehen waren, und andere Bekannte unterschiedlichster Herkunft - Fotografen, Lehrer und Geschäftsleute. Sie alle berichten von ihren Erlebnissen der vergangenen Wochen: von der Ankunft ukrainischer Frauen und Kinder in Not, von ihrer schnellen Unterbringung in lokalen öffentlichen Einrichtungen oder bei Einheimischen und von der Überführung behandlungsbedürftiger Menschen in die Krankenhäuser der Region.

      Dabei gelingt es dem Regisseur, dank seiner Nähe zu den Menschen vor Ort, ungewöhnlich eindringliche Bilder und Aussagen einzufangen - nicht nur, weil er Polnisch und sogar ein wenig Ukrainisch spricht, sondern vor allem, weil er ihre Kultur kennt. Sein eigener Vater kam in Lwiw (damals noch die polnische Stadt Lwów) zur Welt, beide Eltern wurden in sibirische Gulags deportiert. Er kennt auch die lange Geschichte, die Ukrainer und Polen miteinander verbindet, die Kriege, die sie im Laufe der Jahrhunderte unter russischer Beteiligung mit- und gegeneinander führten.

      Neben der Angst vor dem Ausbruch eines Dritten Weltkriegs dokumentiert Kowalski die wachsende Skepsis der Polen in der Region, ob sie die Opfer dieses sinnlosen Konflikts noch lange aufnehmen können.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Dienstag, 24.05.22
      21:05 - 22:10 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 30.06.2022