• 18.12.2019
      07:55 Uhr
      Transoceânica, die längste Busreise der Welt (3/5) Die Goldstraße | arte
       

      Über 6.300 Kilometer begleitet die Dokumentationsreihe einen Reisebus auf seiner Fahrt von Rio de Janeiro nach Lima. Die Verbindung wurde erst vor sechs Jahren möglich, nachdem 2010 das letzte Teilstück der Transoceânica in Peru fertig geworden war. Die sechstägige Fahrt führt durch extrem unterschiedliche Landschaften, durch tropischen Regenwald ebenso wie durch ausgedehnte Wüsten. Der Bus hat die Grenze zwischen Brasilien und Peru erreicht. Die Reisenden erleben eine Razzia gegen illegale Goldsucher, die entlang der "Goldstraße" an der Tagesordnung sind.

      Mittwoch, 18.12.19
      07:55 - 08:40 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Über 6.300 Kilometer begleitet die Dokumentationsreihe einen Reisebus auf seiner Fahrt von Rio de Janeiro nach Lima. Die Verbindung wurde erst vor sechs Jahren möglich, nachdem 2010 das letzte Teilstück der Transoceânica in Peru fertig geworden war. Die sechstägige Fahrt führt durch extrem unterschiedliche Landschaften, durch tropischen Regenwald ebenso wie durch ausgedehnte Wüsten. Der Bus hat die Grenze zwischen Brasilien und Peru erreicht. Die Reisenden erleben eine Razzia gegen illegale Goldsucher, die entlang der "Goldstraße" an der Tagesordnung sind.

       

      In Acre, dem letzten und westlichsten Zipfel Brasiliens, interessieren sich die Menschen nicht für den Handel mit Peru, der durch die Fertigstellung der Transoceânica jetzt einfacher geworden ist. Es werden auch keine Güter über peruanische Häfen nach Asien ausgeführt. Das alles sollte die Transoceânica leichter möglich machen, doch die abgelegene Region liegt weiterhin in einem Dämmerschlaf. Im peruanischen Amazonasgebiet hat die neu gebaute Straße dagegen zu großen Veränderungen geführt. Dauerte vorher die Reise hinunter aus den Anden Tage, sind es jetzt nur noch wenige Stunden.

      Das Gold, das sich am Grund der Flüsse im Regenwald ablagert, zieht Tausende Glücksritter an. Die peruanische Regierung schätzt, dass 20.000 Menschen in der Region illegal nach Gold suchen. Der größte Teil der Provinz Madre de Dios wurde Ende Mai 2016 zum Notstandsgebiet erklärt, denn das Quecksilber, das bei der Goldgewinnung eingesetzt wird, droht 50.000 Menschen zu vergiften. Alle paar Monate werden Razzien mit mäßigem Erfolg durchgeführt. Die Goldwäscher kehren kurz nach Abzug der Polizei immer wieder an ihre Schürfstellen zurück. Der Bus mit den Reisenden auf der Transoceânica passiert diese Region ohne Zwischenfälle. Gerade bei Razzien blockieren die Goldwäscher manchmal tagelang die Straße, um ihrerseits Druck auf die Regierung auszuüben.

      Über 6.300 Kilometer begleitet die fünfteilige Dokumentationsreihe einen Reisebus auf seiner Fahrt von Rio de Janeiro nach Lima. Die peruanische Busfirma Expreso Ormeño ist spezialisiert auf lange Routen. Es ist das erste Unternehmen, das diese Strecke vom Atlantik zum Pazifik bedient. Die Verbindung wurde erst vor sechs Jahren möglich, nachdem das letzte Teilstück der Transoceânica in Peru fertiggestellt worden war. Die wichtigsten Fahrgäste der Busfirma sind Peruaner und Bolivianer, die in den brasilianischen Metropolen arbeiten. Die Bustickets sind günstiger als Flugreisen: Umgerechnet 200 Euro kostet die gesamte Strecke. Die sechstägige Fahrt führt durch extrem unterschiedliche Landschaften, durch tropischen Regenwald ebenso wie durch ausgedehnte Wüsten.

      Film von Johan von Mirbach

      Dokumentationsreihe Deutschland 2016

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      Mittwoch, 18.12.19
      07:55 - 08:40 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 09.12.2019