• 17.12.2019
      08:00 Uhr
      Transoceânica, die längste Busreise der Welt (2/5) Die Barrikade im Regenwald | arte
       

      Über 6.300 Kilometer begleitet die Dokumentationsreihe einen Reisebus auf seiner Fahrt von Rio de Janeiro nach Lima. Die Verbindung wurde erst vor sechs Jahren möglich, nachdem 2010 das letzte Teilstück der Transoceânica in Peru fertig geworden war. Die sechstägige Fahrt führt durch extrem unterschiedliche Landschaften, durch tropischen Regenwald ebenso wie durch ausgedehnte Wüsten. Die aktuelle Etappe führt durch den brasilianischen Bundesstaat Rondônia im Amazonasbecken, vorbei an Waldschützern und zu Matschrennen in Seifenkisten.

      Dienstag, 17.12.19
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Über 6.300 Kilometer begleitet die Dokumentationsreihe einen Reisebus auf seiner Fahrt von Rio de Janeiro nach Lima. Die Verbindung wurde erst vor sechs Jahren möglich, nachdem 2010 das letzte Teilstück der Transoceânica in Peru fertig geworden war. Die sechstägige Fahrt führt durch extrem unterschiedliche Landschaften, durch tropischen Regenwald ebenso wie durch ausgedehnte Wüsten. Die aktuelle Etappe führt durch den brasilianischen Bundesstaat Rondônia im Amazonasbecken, vorbei an Waldschützern und zu Matschrennen in Seifenkisten.

       

      Im brasilianischen Bundesstaat Rondônia führt die Transoceânica durch das Amazonasbecken. Vom Regenwald sehen die Busreisenden allerdings wenig. Er ist Viehweiden gewichen. 13 Millionen Rinder leben allein in diesem Bundesstaat, das sind sieben Rinder pro Einwohner. Bevor die Straße kam, lebten hier die Suruí. Den ersten Kontakt 1969 überlebten nur 300 der 5.000 Stammesmitglieder, denn sie starben vor allem an eingeschleppten Windpocken. Heute leben wieder 1.300 Suruí in einem Reservat und lassen sich dafür bezahlen, dass sie ihren Wald schützen. Der Internetkonzern Google hilft ihnen dabei.

      Häuptling Almir Narayamoga Surui betreibt weltweit Lobbyarbeit für seinen Stamm und vermarktet die nachhaltig angebauten Produkte. In Alto Paraíso in Rondônia findet jedes Jahr ein Autorennen mit 30.000 Zuschauern statt. Die Rennfahrzeuge sind eigentlich spezielle Lasttraktoren, Jericos genannt. Doch die Dorfbewohner machten aus ihren Nutzfahrzeugen ein Spaßobjekt. In Vista Alegre do Abunã wird die Fahrt der Reisenden auf der Transoceânica abrupt unterbrochen. Die Dorfbewohner haben die Straße mit brennenden Barrikaden blockiert.

      Über 6.300 Kilometer begleitet die fünfteilige Dokumentationsreihe einen Reisebus auf seiner Fahrt von Rio de Janeiro nach Lima. Die peruanische Busfirma Expreso Ormeño ist spezialisiert auf lange Routen. Es ist das erste Unternehmen, das diese Strecke vom Atlantik zum Pazifik bedient. Die Verbindung wurde erst vor sechs Jahren möglich, nachdem das letzte Teilstück der Transoceânica in Peru fertiggestellt worden war. Die wichtigsten Fahrgäste der Busfirma sind Peruaner und Bolivianer, die in den brasilianischen Metropolen arbeiten. Die Bustickets sind günstiger als Flugreisen: Umgerechnet 200 Euro kostet die gesamte Strecke. Die sechstägige Fahrt führt durch extrem unterschiedliche Landschaften, durch tropischen Regenwald ebenso wie durch ausgedehnte Wüsten.

      Film von Johan von Mirbach

      Dokumentationsreihe Deutschland 2016

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      Dienstag, 17.12.19
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 06.12.2019