• 21.03.2020
      00:05 Uhr
      Tracks Post Queer Music / Body Challenge Art / Lawrence Lek / Meshal Aljaser | arte
       
      • Post Queer Music
      • Body Challenge Art
      • Lawrence Lek
      • Meshal Aljaser

      Nacht von Freitag auf Samstag, 21.03.20
      00:05 - 00:40 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo
      • Post Queer Music
      • Body Challenge Art
      • Lawrence Lek
      • Meshal Aljaser

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Jean-Marc Barbieux
      • Post Queer Music

      Die Zeiten, als das Wort „queer“ noch Naserümpfen hervorrief, sind längst vorbei. Dass es heute Mainstream und Teil der Alltagssprache ist, bedeutet jedoch nicht, dass sich seine Protagonisten dem Mainstream untergeordnet haben! Auch die Künstler der Post Queer Music passen in keine Schublade. Der schwarze US-amerikanische DJ Lotic hat dem Heteropatriarchat den Kampf angesagt. Er mischt die Dance-Codes auf und bringt Booty Shake und experimentelle Musik zusammen. Für seinen Landsmann Colin Self, der mal als Drag Queen, mal als Schöpfer futuristischer Opern auftritt, bietet der Anthropozän der Queer-Community die einzigartige Chance, sich neu zu erfinden. Die ecuadorianischen Performerinnen Pachaqueer holen sich ihre Inspiration von den Mayas und gehören einer queeren Bewegung lateinamerikanischer Kapitalismusgegner an.

      • Body Challenge Art

      Schon 2005 - also fast zehn Jahre vor dem weltweit gehypten „Ice Bucket Challenge“ - filmte die Belgierin Gwendoline Robin, wie sie sich mit Eiswasser übergoss. Nur, dass ihr Video nicht für die sozialen Netzwerke, sondern für Kunstgalerien bestimmt war. Denn die Performerin betrachtet es als künstlerische Erfahrung, sich mit Dynamitstäben zu bespicken oder eine brennende Leiter zu erklimmen. Ausgangspunkt der Videos und Performances ihres Landsmann Claude Cattelain sind absurde Handlungen oder Aktionen, die zum Scheitern verurteilt sind, weil sie sich über Naturgesetze oder auch den gesunden Menschenverstand hinwegsetzen wollen. Ob beim Versuch, instabile Lattenkonstruktionen zu heben oder die Brandung ins Meer zurückzufegen, immer erzeugt der Belgier unter Einsatz seines Körpers poetische Bilder.

      • Lawrence Lek

      Ohne Kamera, ohne Darsteller und ohne Dekor - Lawrence Leks Science-Fiction-Filme sind die billigsten der Welt! Mit 3D-Computergrafik-Software dreht der deutsch-malaiische Architekt Dystopien, in denen „Bio-Suprematisten“ Roboter zu Bürgern zweiter Klasse degradieren. Jede Ähnlichkeit mit heutigen Verhältnissen ist reiner Zufall! 2019 wurde Lek mit seinem zweiten Spielfilm „AIDOL“ erneut beim Filmfestival von Rotterdam nominiert.

      • Meshal Aljaser

      Als Meshal Aljaser 2016 seinen ersten Kurzfilm drehte, waren Kinos in Saudi-Arabien noch verboten! Auf YouTube war der in Riad geborene Filmemacher schon mit 15 unterwegs, heute bringt er es mit seinem Kanal „Folaim Ya Gholaim“ auf mehr als eine Million Abonnenten. In seinen rund 80 Millionen Mal abgerufenen Videos nimmt Aljaser die saudische Gesellschaft satirisch aufs Korn. Beim renommierten Sundance-Festival des unabhängigen Films stellte er seinen Kurzfilm „Arabian Alien“ vor. Er erzählt die Geschichte des Muslims Saad, der dank eines Außerirdischen eine Depression überwindet...

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 21.03.20
      00:05 - 00:40 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.04.2020