• 14.10.2019
      23:30 Uhr
      The Beast Is Still Alive Dokumentarfilm Bulgarien / Großbritannien 2016 | arte Mediathek
       

      Ein hierzulande kaum bekanntes Kapitel osteuropäischer Geschichte ist die antikommunistische Widerstandsbewegung der Goryani in den Bergregionen Bulgariens kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. In Form eines fiktiven Dialogs zwischen einer jungen Frau und ihrem verstorbenen Großvater zeigt „The Beast Is Still Alive“, welche Auswirkungen die kommunistische Ideologie auf den Einzelnen hatte und wie sie auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 in Europa weiter nachwirkt

      Montag, 14.10.19
      23:30 - 01:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Ein hierzulande kaum bekanntes Kapitel osteuropäischer Geschichte ist die antikommunistische Widerstandsbewegung der Goryani in den Bergregionen Bulgariens kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. In Form eines fiktiven Dialogs zwischen einer jungen Frau und ihrem verstorbenen Großvater zeigt „The Beast Is Still Alive“, welche Auswirkungen die kommunistische Ideologie auf den Einzelnen hatte und wie sie auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 in Europa weiter nachwirkt

       

      Stab und Besetzung

      Regie Mina Mileva
      Vesela Kazakova

      „The Beast Is Still Alive“ ist ein kreativer Dokumentarfilm, der mit zahlreichen Animationen angereichert wurde. Ein sehr persönlicher, engagierter Film, der zeigt, wie versucht wurde, die kommunistische Ideologie im 20. Jahrhundert in Realpolitik umzusetzen und welche machtpolitischen Kontinuitäten sich noch heute, insbesondere in einigen Ländern des Balkans, diagnostizieren lassen.
      Ausgangspunkt bildet eine Geheimakte, die über den Großvater einer jungen Frau, die aus Bulgarien stammt und heute in London lebt, angelegt wurde. Nachdem der Großvater in den 20er Jahren zunächst mit sozialistischen Ideen sympathisiert hatte, schloss er sich, als er sah, was Kommunisten während des Zweiten Weltkriegs in seinem Land angerichtet hatten, dem Widerstand an.

      Der Film erzählt in Form eines fiktiven Dialogs zwischen Enkelin und Großvater, wie die junge Generation im 21. Jahrhundert nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in Europa - von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer - die kommunistische Ideologie wiederentdeckt hat und welche Lehren sie aus den leidvollen Erfahrungen der Eltern und Großeltern zu ziehen bereit ist - oder, angesichts eines zügellosen Kapitalismus, eben auch nicht. Genau diese Ambivalenz wird von einst diskreditierten Politikern und Geheimdienstlern genutzt, um wieder an die Schaltstellen der Macht zurückkehren.
      Was war brauchbar an den ursprünglichen Ideen? Warum ist die praktische Umsetzung großflächig gescheitert? Und warum üben totalitäre Ideologien trotzdem noch immer so große Faszination aus?

      „The Beast Is Still Alive“ wurde auf zahlreichen internationalen Festivals präsentiert, unter anderem in Sarajevo, Warschau, Amsterdam, Triest, Göteborg, Zagreb, Belgrad, Tirana, Kalkutta, Mexiko und Los Angeles, und erhielt mehrere Auszeichnungen. Insbesondere in Bulgarien löste der Film eine heftige Kontroverse aus, die weit über die Filmszene hinaus Wellen schlug und zu einem politischen Skandal auswuchs. Ihr ganz aktuelles Spielfilmdebüt „Cat in the wall“ präsentierten Mina Mileva und Vesela Kazakova soeben auf dem renommierten Locarno Film Festival im internationalen Wettbewerb.

      Schwerpunkt: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

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      Montag, 14.10.19
      23:30 - 01:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.10.2019