• 19.04.2020
      17:40 Uhr
      Stanley Kubricks Filmmusik im Konzertsaal Barry Lyndon Tribute | arte Tipp
       

      Eine Hommage an die Schönheit barocker Musik: "Barry Lyndon" gehört zu Stanley Kubricks Meisterwerken, auch wegen des Soundtracks, der mit einem Oscar bedacht wurde. Er enthält Stücke von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Giovanni Paisiello, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert. Das Philharmonieorchester von Radio France unter der Leitung von Nicolas Alstaedt versetzt seine Zuhörer mit einem Tribute-Konzert noch einmal in Barry Lyndons England des 18. Jahrhunderts. Die Höhepunkte des Konzerts sind Georg Friedrich Händels "Sarabande" und Franz Schuberts Trio in Es-Dur für Klavier, Violine und ...

      Sonntag, 19.04.20
      17:40 - 18:25 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Eine Hommage an die Schönheit barocker Musik: "Barry Lyndon" gehört zu Stanley Kubricks Meisterwerken, auch wegen des Soundtracks, der mit einem Oscar bedacht wurde. Er enthält Stücke von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Giovanni Paisiello, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert. Das Philharmonieorchester von Radio France unter der Leitung von Nicolas Alstaedt versetzt seine Zuhörer mit einem Tribute-Konzert noch einmal in Barry Lyndons England des 18. Jahrhunderts. Die Höhepunkte des Konzerts sind Georg Friedrich Händels "Sarabande" und Franz Schuberts Trio in Es-Dur für Klavier, Violine und ...

       

      Die Filmmusik von "Barry Lyndon" hat eine Geschichte. Während der Entstehung von "2001: Odyssee im Weltraum" verpflichtete das Hollywoodstudio MGM den Filmemacher Stanley Kubrick für einen Original-Soundtrack zur Zusammenarbeit mit dem Komponisten Alex North. In Erwartung von Norths Partitur beschloss Kubrick, die Bilder provisorisch mit Klassikstücken zu unterlegen. Als Alex North seine Filmmusik lieferte, befand Kubrick, dass die klassischen Werke viel besser passten, und behielt sie im Film. MGM gab schließlich klein bei. Kubrick zeigte Hollywoods professionellen Filmkomponisten auch bei seinen Folgefilmen die kalte Schulter.
      Kubrick war 45 Jahre alt, als er seinen Kostümfilm "Barry Lyndon" drehte. Der Film versteht sich als Hommage an die Schönheit barocker Malerei und Musik. Er zeigt die tragische Geschichte des jungen irischen Abenteurers Barry Lyndon. Kubrick schildert erste erotische Erlebnisse ebenso wie seine Kriegsabenteuer, seinen sozialen Aufstieg - und den unausweichlichen Fall. 
      Das Konzert bringt vor allem zwei Werke zu Gehör, die später immer wieder in Filmen verwendet wurden: die "Sarabande" der Suite Nr. 11 für ein solistisches Cembalo, die Händel zwischen 1703 und 1720 komponierte, und den zweiten Satz des Trios in Es-Dur für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 2, komponiert von Franz Schubert im November 1827 - eine von Kubrick wegen ihrer Ausdrucksstärke ausgewählte romantische Melodie.
      Beide Stücke werden in "Barry Lyndon" als Leitmotive eingesetzt, genau wie Schuberts ebenfalls mehrfach zu hörender "Deutscher Tanz" C-Dur Nr. 1, der Barry Lyndons vermeintliche Erfolge in der preußischen und englischen Adelsgesellschaft musikalisch untermalt. Die Assoziationen an Kubricks Film sind beim Hören dieser Werke so stark, dass man meint, an den Wänden des Auditoriums würden Bilder aus Kubricks Film vorbeiziehen.

      Das Philharmonieorchester von Radio France interpretiert unter der Leitung von Nicolas Alstaedt die Musikstücke, die Stanley Kubrick für den Soundtrack des Films ausgewählt hat. An den Soloinstrumenten sind Jean Rondeau und Violaine Cochard (Cembalo), Ana Millet (Violine), Renaud Guieu (Cello) und Catherine Cournot (Klavier) zu hören.

      Wird geladen...
      Sonntag, 19.04.20
      17:40 - 18:25 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 07.04.2020