• 03.10.2019
      11:20 Uhr
      Solidarnosc Der Mauerfall begann in Polen | arte
       

      Im Sommer 1980 rufen die Arbeiter der Danziger Leninwerft einen Streik gegen die staatliche Unterdrückung aus. Aus dieser, damals noch verbotenen Arbeiterbewegung entwickelt sich die erste unabhängige Gewerkschaft Polens, die Solidarność. Mit der katholischen Kirche und oppositionellen Intellektuellen stellt sie sich dem kommunistischen Regime entgegen. Selbst die Ausrufung des Kriegsrechts kann sie nicht aufhalten. Der Mauerfall ist das Finale einer Revolution von unten. Zu Wort kommen Solidarność-Anhänger, die Regisseurin Agnieszka Holland, Zeitzeugen sowie der heutige Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums, Basil Kerski.

      Donnerstag, 03.10.19
      11:20 - 12:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Im Sommer 1980 rufen die Arbeiter der Danziger Leninwerft einen Streik gegen die staatliche Unterdrückung aus. Aus dieser, damals noch verbotenen Arbeiterbewegung entwickelt sich die erste unabhängige Gewerkschaft Polens, die Solidarność. Mit der katholischen Kirche und oppositionellen Intellektuellen stellt sie sich dem kommunistischen Regime entgegen. Selbst die Ausrufung des Kriegsrechts kann sie nicht aufhalten. Der Mauerfall ist das Finale einer Revolution von unten. Zu Wort kommen Solidarność-Anhänger, die Regisseurin Agnieszka Holland, Zeitzeugen sowie der heutige Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums, Basil Kerski.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Ania Szczepanska

      Die Volksrepublik Polen gehört zur Kaderschmiede der Sowjetunion. Als die polnische Bevölkerung zusehends vom kommunistischen Kurs abweicht und ihre Unzufriedenheit kundtut, beginnt ein Kräftemessen mit dem Staat. Ermutigt vom Besuch des ersten polnischen Papstes, Johannes Paul II., rufen die Arbeiter der Danziger Leninwerft im Sommer 1980 einen Streik aus.

      Die ARTE-Dokumentation betrachtet, wie aus dieser verbotenen Arbeiterbewegung die erste unabhängige Gewerkschaft hervorgeht und sich dem kommunistischen Regime entgegenstellt: die Solidarność.

      Unterstützt von der katholischen Kirche und oppositionellen Intellektuellen führt die Bewegung einen Kampf um die Rechte der wirtschaftlich gebeutelten Arbeiter. Aus Angst vor Kontrollverlust lässt die polnische Regierung ihre Bürger auf Schritt und Tritt überwachen und filmen. Solidarność hingegen sucht Hilfe bei Dokumentarfilmern und internationalen Journalisten. Im Wettstreit der Bilder prallen die Ideologien aufeinander. Selbst die Ausrufung des Kriegsrechts kann den Wandel in Polen nicht mehr aufhalten.

      Zu Wort kommen Solidarność-Anhänger, Kameramänner und Zeitzeugen, ebenso wie die berühmte polnische Regisseurin Agnieszka Holland oder ein damaliges Parteimitglied. Basil Kerski, der Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig, erzählt aus heutiger Sicht die polnische Geschichte, die Europa für immer verändern sollte. Denn die Ereignisse vom Herbst 1989 in der DDR sind nur das fulminante Finale einer Revolution von unten, unmittelbar gekrönt vom Fall der Mauer.

      Schwerpunkt: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs
      Nachdem Ost und West jahrzehntelang geteilt und im Kalten Krieg von einer Politik der Abgrenzung geprägt waren, nimmt das lange unmöglich Geglaubte zunehmend Gestalt an. „Habt keine Angst!“, ruft Johannes Paul II. 1978 in Polen. Im folgenden Jahrzehnt nimmt der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs seinen Lauf und mündet schließlich in eine völlige Umwälzung der politischen Machtverhältnisse. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls präsentiert ARTE dokumentarische, musikalische und filmische Erinnerungen an ein bewegtes Stück Zeitgeschichte. 1989 weht der „Wind of Change“ die Angst davon – und bringt die Freiheit.

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