• 21.04.2020
      20:15 Uhr
      Überwacht: Sieben Milliarden im Visier Dokumentarfilm Frankreich 2019 | arte
       

      Gesichtserkennung, Emotionsdetektoren, Killerdrohnen - der investigative Dokumentarfilm zeigt erstmals auf, wie sich Staaten weltweit im Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität einen gefährlichen Wettlauf um immer mehr und immer neuere Überwachungstechnologien liefern. Von China in die USA, von Tel Aviv über London, Paris und San Francisco bis nach Washington - es geht mitten hinein ins Räderwerk der Überwachungsmaschinerie, und auch ihre ersten Opfer kommen zu Wort. Mancherorts lässt der Sicherheitswahn bereits eine neue Art von Regime entstehen: den digitalen Totalitarismus.

      Dienstag, 21.04.20
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Gesichtserkennung, Emotionsdetektoren, Killerdrohnen - der investigative Dokumentarfilm zeigt erstmals auf, wie sich Staaten weltweit im Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität einen gefährlichen Wettlauf um immer mehr und immer neuere Überwachungstechnologien liefern. Von China in die USA, von Tel Aviv über London, Paris und San Francisco bis nach Washington - es geht mitten hinein ins Räderwerk der Überwachungsmaschinerie, und auch ihre ersten Opfer kommen zu Wort. Mancherorts lässt der Sicherheitswahn bereits eine neue Art von Regime entstehen: den digitalen Totalitarismus.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Sylvain Louvet
      Autor Sylvain Louvet
      Produktion Capa Presse

      Berlin, Paris, Brüssel, Kairo, Manila: Der Terrorismus verschont keine Region der Welt. In den letzten 15 Jahren ist die jährliche Zahl der Anschläge von 2.000 auf knapp 14.000 weltweit gestiegen, die Zahl der Toten hat sich verneunfacht. Angesichts dieser wachsenden Bedrohung setzen immer mehr Staaten auf den Schutz durch neueste Technologien.

      In Frankreich analysieren intelligente Kameras der Polizei das Verhalten von Passanten, in den USA arbeiten Polizisten mit Gesichtserkennung und in China können Kameras Kriminelle sogar an ihrer Gangart erkennen. Dank künstlicher Intelligenz haben staatliche Behörden so viel Macht wie nie zuvor: Sie sind in der Lage, alles zu sehen und zu hören, immer und überall. Welchen Grad an staatlicher Überwachung halten unsere individuellen Freiheiten aus? Wohin wird der Sicherheitswahn führen? Und: Macht die digitale Revolution sieben Milliarden Erdbewohner zu Verdächtigen?

      Der investigative Dokumentarfilm zeigt erstmals auf, wie sich Staaten weltweit im Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität einen gefährlichen Wettlauf um immer mehr und immer neuere Überwachungstechnologien liefern. Er führt in die Videoüberwachungszentren der französischen Polizei, hinter die Kulissen der amerikanischen Verteidigungspolitik und in die "digitalen Gulags" der chinesischen Provinz Xinjiang, in eine Welt der Gesichtserkennung, Emotionsdetektoren und autonomen Killerdrohnen.

      Dabei werden die engen Beziehungen zwischen Sicherheitsindustrie und Regierung deutlich. Eine Verflechtung, die in China die Geburt eines neuen Regimes begünstigt hat: der Diktatur 3.0. Genetische Erfassung muslimischer Minderheiten, willkürliche Präventivverhaftungen, Bewertung aller chinesischen Bürger durch das sogenannte Sozialkredit-System. Der rasante Zuwachs an Start-ups bietet dem Reich der Mitte heute ein Überwachungsarsenal, das offenbar nur darauf wartet, in die ganze Welt exportiert zu werden.

      • Themenabend: KI - Endspiel für den Menschen?

      Weltweit werden "alte" Überwachungskameras durch neue ersetzt, ausgestattet mit Gesichtserkennung, betrieben von Künstlicher Intelligenz. Besonders Frankreich und die USA wollen so den Kampf gegen den Terror vorantreiben "Überwacht: Sieben Milliarden im Visier" hinterfragt die Effizienz der permanenten staatlichen Kontrolle und zeigt wie die Künstliche Intelligenz zum Mittel der Unterdrückung werden kann. China gelingt es schon heute, mit einem flächendeckenden Netz aus Kameras, die Uiguren zu unterdrücken. Ein technischer Fortschritt, der China zur ersten digitalen Diktatur der Welt gemacht hat.

      Doch wer entwirft die Codes, die unseren Alltag vorschreiben wollen? "iHuman" begleitet Pioniere auf Spitzenpositionen, die am Rennen um die ultimative Künstliche Intelligenz (KI) beteiligt sind. Ihre Geschichte führt uns in die Mitte der boomenden KI-Industrie. Der Film positioniert sich dabei an der Front eines wachsenden Konflikts der digitalen Welt. Auf der einen Seite geben Großunternehmen wie Google vor, dass wir KI brauchen, um Klimawandel, Krebs oder Hunger zu bekämpfen. Auf der anderen Seite behaupten Menschen wie Elon Musk, dass KI die größte Bedrohung für die Menschheit darstellt. Wird Künstliche Intelligenz die neue Atombombe, wenn wir die Macht dieser neuen Technologie nicht überschauen können? Was kommt hier auf uns zu?

      Tausendstel von Sekunden. Wo der Mensch zu langsam ist, hat die Künstliche Intelligenz längst das Ruder in der Hand. "Die Geldroboter" entscheiden darüber, wer ein Geschäft macht und wer nicht. Seit den 80ern gewinnt der computergestützte Börsenhandel an Einfluss und erzeugt bisher unbekannte Herausforderungen. Wie gehen die Roboter mit Risiken um, wie manipulieren sie Kurse und wer haftet, wenn Künstliche Intelligenz die private Altersvorsorge verwettet?

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      Dienstag, 21.04.20
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

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