• 27.03.2018
      23:10 Uhr
      Schicksal eines Pflegekindes Dokumentation Frankreich 2017 | arte
       

      Yanie ist 14 Jahre alt. In dieser schwierigen Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenwerden muss er einen einschneidenden Umbruch bewältigen: Die Pflegeeltern, die ihn im Alter von zwei Jahren aufgenommen und großgezogen haben, gehen in Rente. Yanies Mutter muss sich nach Verbüßen einer Gefängnisstrafe erst wieder in die Gesellschaft eingliedern und kann ihren Sohn nicht aufnehmen. Der Neuanfang in der ihm unbekannten Pflegefamilie ist für Yanie eine große Herausforderung, birgt aber vielleicht auch die Chance, alte Verhaltensmuster, die ihm das Leben schwer machen, hinter sich zu lassen.

      Dienstag, 27.03.18
      23:10 - 00:10 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Yanie ist 14 Jahre alt. In dieser schwierigen Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenwerden muss er einen einschneidenden Umbruch bewältigen: Die Pflegeeltern, die ihn im Alter von zwei Jahren aufgenommen und großgezogen haben, gehen in Rente. Yanies Mutter muss sich nach Verbüßen einer Gefängnisstrafe erst wieder in die Gesellschaft eingliedern und kann ihren Sohn nicht aufnehmen. Der Neuanfang in der ihm unbekannten Pflegefamilie ist für Yanie eine große Herausforderung, birgt aber vielleicht auch die Chance, alte Verhaltensmuster, die ihm das Leben schwer machen, hinter sich zu lassen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Ketty Rios Palma

      Der Film begleitet den 14-jährigen Yanie, der seit frühester Kindheit in einer Pflegefamilie lebt. In der schwierigen Phase der Pubertät wird er mit einer einschneidenden Veränderung konfrontiert, die sein Leben noch komplizierter macht, als es ohnehin schon ist: Seine Pflegeltern Myriam und Jacques gehen in Rente, und Yanie muss sie verlassen - sie und ihr gemütliches Einfamilienhaus, den Garten, in dem er laufen gelernt hat, und das Zimmer, das er ganz für sich allein hatte.Im Sprechzimmer des Pflegeelterndienstes "Montjoie" in einem Gewerbegebiet nördlich von Le Mans findet die Übergabe statt. Mit großer Beklemmung begegnet Yanie hier zum ersten Mal seinen neuen Pflegeeltern.

      Yanies Mutter Virginie, die nach einer langen Gefängnisstrafe eine Wiedereingliederungsmaßnahme durchläuft, kann nicht akzeptieren, dass ihr das Sorgerecht für den Sohn erneut verweigert wurde. Sie will alles daran setzen, die elterliche Sorge zurückzubekommen und ihren Sohn schnell zu sich zu holen. Von behördlicher Seite sind ein Erzieher, eine Psychologin und die Direktorin des Amtes für Yanie zuständig; sie entscheiden mit den anderen Erwachsenen über sein Schicksal.Wie wird es Yanie gelingen, sich in dieses neue, zum Teil feindlich gesinnte Lebensumfeld einzufügen?

      Eine Herausforderung mehr für den Jungen, der nicht nur dieses Problem hat. Doch vielleicht birgt der Wechsel auch die Chance, alte Verhaltensmuster, die ihm das Leben schwer machen, hinter sich zu lassen. Yanie versucht sich zurechtzufinden, obwohl ihm Myriam und Jacques fehlen. Zwar überwältigen ihn immer wieder Kummer und Wut, doch er kann auch unbeschwert sein und sich am Leben freuen.

      Der Film fängt die Phase der sogenannten Resilienz ein, in der Yanie Schutzmechanismen entwickelt, die ihm helfen, einen einschneidenden Umbruch in seinem Leben zu bewältigen. Dabei entsteht ein zweistimmiges Porträt des Jungen: Zum einen filmt die Regisseurin Ketty Rios Palma  Yanie inmitten der vielen Erwachsenen, die für ihn entscheiden, zum anderen berichtet Yanie in seinem Tagebuch über den Wechsel.

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      Dienstag, 27.03.18
      23:10 - 00:10 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.07.2019