• 01.12.2019
      05:10 Uhr
      Salman Rushdie - Den Tod im Nacken Dokumentation Frankreich 2018 | arte Mediathek
       

      Als 1988 Salman Rushdies „Satanische Verse“ erschienen, war sich kaum jemand der Bedrohung bewusst, die vom erstarkenden muslimischen Fundamentalismus ausging. Rushdie lebt nun schon seit 30 Jahren mit jenem Todesurteil, das der iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini 1989 in einer Fatwa gegen ihn aussprach. An seinem derzeitigen Wohnort New York blickt der Schriftsteller gemeinsam mit William Karel auf Geschichte und Bedeutung seines berühmten Buches zurück, das aktueller denn je erscheint, und spricht über sein Leben, seine Kindheit in Bombay, Donald Trump und natürlich über Literatur.

      Sonntag, 01.12.19
      05:10 - 06:05 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Als 1988 Salman Rushdies „Satanische Verse“ erschienen, war sich kaum jemand der Bedrohung bewusst, die vom erstarkenden muslimischen Fundamentalismus ausging. Rushdie lebt nun schon seit 30 Jahren mit jenem Todesurteil, das der iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini 1989 in einer Fatwa gegen ihn aussprach. An seinem derzeitigen Wohnort New York blickt der Schriftsteller gemeinsam mit William Karel auf Geschichte und Bedeutung seines berühmten Buches zurück, das aktueller denn je erscheint, und spricht über sein Leben, seine Kindheit in Bombay, Donald Trump und natürlich über Literatur.

       

      Stab und Besetzung

      Regie William Karel

      Mehr als zehn Jahre war der britisch-indische Schriftsteller Salman Rushdie auf der Flucht. Er musste sich verstecken, stand unter Polizeischutz, wechselte immer wieder Identität und Wohnsitz. Der Grund: das Todesurteil, das der iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini 1989 in seiner Fatwa als Reaktion auf sein als blasphemisch eingestuftes Werk „Die satanischen Verse“ gegen ihn aussprach.

      Damals war sich noch kaum jemand bewusst, welche blutigen Folgen der neu erstarkte muslimische Fundamentalismus mit sich bringen würde. Rushdie lebte in ständiger Angst, zog zigmal um und überlebte rund 20 Mordanschläge. Die Fatwa der Mullahs wurde zwar inzwischen aufgehoben, doch die iranische Presse ruft noch immer zur Hinrichtung des Schriftstellers auf. Bei manchen öffentlichen Auftritten gelten weiterhin besondere Sicherheitsmaßnahmen, doch Rushdie selbst scheint die Angst hinter sich gelassen zu haben.

      Der Film porträtiert einen Mann, der Ruhe und Humor als Waffen des Widerstands nutzt. Ergänzt wird das Gespräch mit dem Schriftsteller durch Archivaufnahmen, die die aufkommende hysterische Stimmung nach Erscheinen der „Satanischen Verse“ bezeugen. Sie zeigen, wie Cat Stevens zum Mord an Rushdie aufrief, was er später dementierte. Sie zeigen auch, wie jene, die ihn hätten schützen sollen - von Jimmy Carter bis zu Prinz Charles - ihn fallenließen. Und wie andere ihn sofort unterstützten, darunter Isabelle Adjani, die bei der César-Verleihung aus den „Satanischen Versen“ vorlas. Abgerundet wird das Porträt durch Passagen aus Rushdies literarischen Werken.

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