• 04.05.2020
      08:00 Uhr
      Russlands Pferde Steppenreiter und Ackergäule | arte
       

      Ein Jahr lang haben die Filmemacher Thorolf Lipp und Anastasia Vinokurova in Russland den unterschiedlichen Umgang der Menschen mit dem wohl ältesten Nutztier der Menschheit, dem Pferd, beobachtet. Einen Frühling lang haben sie Tuwa und Baschkortostan bereist und konnten einen Blick in archaische Pferd-Mensch-Beziehungen werfen, bei denen für Sentimentalität im Umgang mit dem Tier wenig Platz ist. Tuwinische Steppenreiter messen sich im Langstreckenrennen, und baschkirische Ackergäule leisten harte Arbeit vor dem Pflug.

      Montag, 04.05.20
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Ein Jahr lang haben die Filmemacher Thorolf Lipp und Anastasia Vinokurova in Russland den unterschiedlichen Umgang der Menschen mit dem wohl ältesten Nutztier der Menschheit, dem Pferd, beobachtet. Einen Frühling lang haben sie Tuwa und Baschkortostan bereist und konnten einen Blick in archaische Pferd-Mensch-Beziehungen werfen, bei denen für Sentimentalität im Umgang mit dem Tier wenig Platz ist. Tuwinische Steppenreiter messen sich im Langstreckenrennen, und baschkirische Ackergäule leisten harte Arbeit vor dem Pflug.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Thorolf Lipp
      Anastasia Vinokurova

      Seit vielen Tausend Jahren züchten die Völker der asiatischen Steppen schnelle und ausdauernde Pferde. Skythen, Mongolen und Turkvölker - sie alle benötigten zähe Reittiere, um zu jagen, das Vieh zu hüten und Kriege zu führen, die sie halb Europa überrennen ließen. In der russischen Republik Tuwa an der Grenze zur Mongolei sind Pferde bis heute unerlässlicher Bestandteil des kulturellen Selbstverständnisses. Viele Tuwiner sehen sich immer noch als furchtlose Steppenreiter und wollen sich, wie der zwölfjährige Aschikpaj Irgit, mit anderen im Pferderennen messen. 3.000 Kilometer weiter westlich, am Fuße des Ural, liegt die Republik Baschkortostan, eine der fruchtbarsten Regionen innerhalb der russischen Föderation. Trotz des natürlichen Reichtums lebt die Bevölkerung oft unter einfachsten Bedingungen. Im Dorf Nukatowo wird ganz selbstverständlich Landwirtschaft für die Selbstversorgung betrieben. Dort sind die Pferde genügsame Arbeits- und Nutztiere: Ackergäule, aber auch Fleisch- und Milchlieferanten. Wobei das Traditionsgetränk Kumis, gegorene Stutenmilch, heute nicht mehr unbedingt jedem schmeckt.

      Die Filmautoren Thorolf Lipp und Anastasia Vinokurova haben ein Jahr lang Russland bereist und dabei den unterschiedlichen Umgang der Menschen mit dem wohl ältesten Nutztier der Menschheit, dem Pferd beobachtet. Es dient als Ackergaul in der Landwirtschaft, als Transportmittel von Nomaden und als sportlicher Wettkämpfer. Doch auch frei lebende Wildpferde sind in den Weiten Russlands anzutreffen.

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      Montag, 04.05.20
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 30.03.2020