• 21.12.2019
      06:55 Uhr
      Robert Mitchum - Hollywoods Bad Boy Dokumentation Frankreich 2017 | arte
       

      Als Hollywood noch hauptsächlich auf die Sinnlichkeit seiner weiblichen Stars setzte, war Robert Mitchum der einzige Mann in diesem Metier, der seinen Sex-Appeal ausspielen konnte. Er war im Film der Liebhaber der begehrtesten Hollywoodstars - wie Marilyn Monroe oder Rita Hayworth. Aber er galt auch als saufender, lärmender Schläger mit zynischem Blick auf die Welt und sich selbst. Im Film spielte er gerne die Rolle des Bad Boy, doch als Mensch war er ganz anders, als die Öffentlichkeit ihn sah. Anhand von Familienarchiven und den Erinnerungen von Mitchums Sohn zeigt das Porträt, wie aus Robert Mitchum ein Leinwandstar wurde.

      Samstag, 21.12.19
      06:55 - 07:50 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Als Hollywood noch hauptsächlich auf die Sinnlichkeit seiner weiblichen Stars setzte, war Robert Mitchum der einzige Mann in diesem Metier, der seinen Sex-Appeal ausspielen konnte. Er war im Film der Liebhaber der begehrtesten Hollywoodstars - wie Marilyn Monroe oder Rita Hayworth. Aber er galt auch als saufender, lärmender Schläger mit zynischem Blick auf die Welt und sich selbst. Im Film spielte er gerne die Rolle des Bad Boy, doch als Mensch war er ganz anders, als die Öffentlichkeit ihn sah. Anhand von Familienarchiven und den Erinnerungen von Mitchums Sohn zeigt das Porträt, wie aus Robert Mitchum ein Leinwandstar wurde.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Stéphane Benhamou

      Ob als harter Kerl mit lakonischem Macho-Charme oder als kaltblütiger Bösewicht - er spielte gerne die Rolle des Bad Boy, aber sein wahres Wesen war ganz anders: Robert Mitchum war der unkonventionellste Star in Hollywoods goldenem Zeitalter. Er brach sämtliche Gesetze dieser ebenso gnadenlosen wie perfekt geregelten Welt und setzte sich über deren Normen hinweg. 1948 stand er wegen des Besitzes von Marihuana vor Gericht und wurde zu sechs Monaten in einem Arbeitslager verurteilt. Als nach seiner Freilassung die Journalisten fragten, wie es denn gewesen sei, sagte er ganz cool: "Wie in Palm Springs - natürlich ohne den ganzen Aufwand." Palm Springs ist ein beliebtes Feriendomizil von Millionären.

      Das Publikum liebte diesen Kerl, der so anders war als die ganzen Verführer, Gentlemen, Capra-Helden und formatierten Stars. Er war einer von ihnen, ein Mann von der Straße, der Method Acting für Quatsch hielt und doch alles spielen konnte, Gutmenschen wie Bösewichte. Das Porträt zeigt, wie der unangepasste Schauspieler, der sich den Regeln Hollywoods nie beugte und gegen Werbekampagnen von Studios oder Agenten sperrte, von 1942 bis 1997 in mehr als 120 Filmen zum Star wurde - und das, obwohl er gerne trank, sich ab und an prügelte und eine gesunde Verachtung für Dummköpfe sowie sich selbst und seine Rollen an den Tag legte.

      Bereits mit 30 Jahren hat sich Robert Mitchum seinen Platz in Hollywood neben wohlerzogenen Glamourboys wie Gregory Peck und Kirk Douglas erobert. "Fahr zur Hölle, Liebling" (1975), "Ryans Tochter" (1970), "El Dorado" (1966) und "Der längste Tag" (1962) zählen zu seinen herausragenden Filmen. Anhand von Familienarchiven und den Erinnerungen von Mitchums Sohn Christopher wird deutlich, wie der Hollywoodstar es schaffte, in "Die Nacht des Jägers" (1955) einen der stärksten Bösewichte der Filmgeschichte zu spielen, ohne dass dies seiner Karriere schadete, und wie er lästigen Zeitgenossen, Studiobossen, Produzenten, cholerischen Regisseuren und sogar dem mächtigen Komitee für unamerikanische Umtriebe die Stirn bot.

      In den Zeiten eines an Hysterie grenzenden Kalten Krieges muss er vor diesem Komitee den Beweis liefern, ein guter Amerikaner zu sein, vorzugsweise durch die Denunzierung kommunistischer Kollegen. Mitchum verweigert die Aussage. Seine Begründung: Er rede nicht mit Menschen, mit denen er nicht auch einen trinken gehen würde.

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      Samstag, 21.12.19
      06:55 - 07:50 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.12.2019