• 23.12.2019
      19:40 Uhr
      Re: Zerrissene Familien Geflüchtete kämpfen um ihre Kinder | arte
       

      2015 flüchtete die Syrerin Fteim Almousa nach Deutschland, vier Jahren später dürfen ihr Mann und drei Kinder nachkommen. Doch die älteste Tochter erhält kein Visum. Die erneute Trennung wird zur Belastungsprobe, das Einleben in Deutschland zur Herausforderung. Gelingt es der Mutter, die einst enge Beziehung zu ihren Kindern wiederzubeleben?

      Montag, 23.12.19
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

      2015 flüchtete die Syrerin Fteim Almousa nach Deutschland, vier Jahren später dürfen ihr Mann und drei Kinder nachkommen. Doch die älteste Tochter erhält kein Visum. Die erneute Trennung wird zur Belastungsprobe, das Einleben in Deutschland zur Herausforderung. Gelingt es der Mutter, die einst enge Beziehung zu ihren Kindern wiederzubeleben?

       

      Diesen Moment hat Fteim Almousa herbeigesehnt. Nach vier Jahren Trennung kann sie ihren Mann und drei ihrer Kinder am Flughafen Düsseldorf wieder in die Arme schließen. Gleichzeitig ist es ein bitterer Moment für die syrisch-palästinensische Familie. Denn die älteste Tochter Reham bleibt allein in einem libanesischen Flüchtlingslager zurück. Nur Ehepartner und minderjährige Kinder haben einen Anspruch auf Familienzusammenführung, argumentieren die Behörden. Tatsächlich ist Reham heute 19 Jahre alt. Doch als ihre Mutter nach Deutschland flüchtete und den Asylantrag stellt, war das Mädchen erst 15. Dass Reham die Leidtragende an der langen Bearbeitungszeit ist, hält die Familie für ungerecht. Sie hofft darauf, dass die 19-Jährige mit einem Härtefallantrag doch noch Chancen auf ein Visum hat.

      Das Einleben in Deutschland ist eine große Herausforderung für die zerrissene Familie. Die Sorge um die Tochter im Krisengebiet, Schuldgefühle und Existenzängste plagen Eltern und Kinder. Für ihre Schwestern ist Reham die engste Vertraute, für ihren kleinen Bruder Ahmad eine zweite Mama. An ihre Mutter Fteim müssen sich die Kinder erst gewöhnen. "Ich bin glücklich, dass meine Kinder bei mir sind. Aber sie sind mir fremd. Ich habe sie nur geboren, nicht großgezogen", sagt sie. Fteim und ihr Mann hoffen, dass ihre Kinder eines Tages eine deutsche Universität besuchen werden. Doch jetzt müssen sie erst mal den Alltag in einem fremden Land bewältigen. Der Trennungsschmerz macht es ihnen doppelt schwer - doch sie sind fest entschlossen, Deutschland zu ihrer neuen Heimat zu machen.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Montag, 23.12.19
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.12.2019