• 04.10.2019
      19:40 Uhr
      Re: Sanfter Alpentourismus Wie Urlauber helfen, die Alpen zu schützen | arte Mediathek
       

      Die Alpen sind zu einem Erlebnisraum mutiert, eine „Funsport-Welt“. Doch der rücksichtslose Bergurlaub belastet zunehmend die Natur. Die Berge brauchen eine Atempause.

      Freitag, 04.10.19
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Die Alpen sind zu einem Erlebnisraum mutiert, eine „Funsport-Welt“. Doch der rücksichtslose Bergurlaub belastet zunehmend die Natur. Die Berge brauchen eine Atempause.

       

      Es sind längst nicht mehr nur Naturschützer, die ein Umdenken fordern. Immer mehr Urlauber werden selbst aktiv und helfen, die Alpen zu schützen. Abseits des Mainstream-Tourismus suchen sie das Ursprüngliche der Bergwelt.

      Einer, der diesem Wunsch nachkommt, ist der Pferdehofbesitzer und Tourguide Erich Küffner aus dem Allgäu. Er entschleunigt seine Gäste mit einer „1-PS-Tour“. Statt mit dem Auto geht es auf dem Pferd durch die Berge. Die Touristen sind nicht nur Pferdenarren, sie sind auf der Suche nach Natur pur und einem Urlaub im Einklang mit den Bergen. Mehrere Tage geht es durch die Alpen, auf Wegen und Pfaden, die ein normaler Tourist oft gar nicht zu Gesicht bekommt. CO2-neutral und absolut umweltverträglich. Eine Tour, die begeistert und bei nicht wenigen ein neues Naturverständnis bewirkt.

      Ludwig Weiss ist so etwas wie der Beschützer des Bergwalds. Denn ohne den Wald sind viele Bergdörfer von Lawinen und Erdrutschen bedroht. Mehrmals im Jahr pflegt er zusammen mit freiwilligen Helfern ein Waldstück im Allgäu. Es wird geschwitzt anstatt relaxt. Die „Aktion Schutzwald“ hat der Deutsche Alpenverein organisiert.

      Im Bergdorf Cadrg in den Julischen Alpen in Slowenien entschieden sich die Einwohner für einen ganz traditionellen Tourismus. Das zertifizierte „Öko-Dorf“ setzt auf ursprüngliche Landwirtschaft und Selbstvermarktung. Viele der Familien bieten Fremdenzimmer an und garantieren den Gästen ein einfaches und absolut ruhiges Leben im Ort. Im nahe gelegenen Soča-Tal sucht der aus Deutschland angereiste Fliegenfischer Basti Gries die ungestörte Ruhe und Schönheit der Natur. Sein Hobby hilft hier außerdem noch der Arterhaltung. Mit dem Geld von den teuren Angellizenzen kann der Fischereiverein fast ausgestorbene Fische, wie die Marmorataforelle, wieder ansiedeln.

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