• 09.11.2021
      12:15 Uhr
      Re: Samenbank oder Hausbesuch? Wunschkinder von fremden Vätern | arte
       

      Eine private Samenspende ist für viele Paare und Singlefrauen oft der einzige Weg zum Wunschkind. Zahlreiche Internetportale bringen Frauen und Spender zusammen. Doch private Spenden bergen Risiken. Nicht immer stimmt die Spermienqualität. Und oft bleibt die wahre Identität des Spenders verborgen. Nur jedes fünfte Kind kennt die Umstände seiner Zeugung.

      Dienstag, 09.11.21
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Eine private Samenspende ist für viele Paare und Singlefrauen oft der einzige Weg zum Wunschkind. Zahlreiche Internetportale bringen Frauen und Spender zusammen. Doch private Spenden bergen Risiken. Nicht immer stimmt die Spermienqualität. Und oft bleibt die wahre Identität des Spenders verborgen. Nur jedes fünfte Kind kennt die Umstände seiner Zeugung.

       

      Private Samenspenden sind in vielen Ländern immer noch ein Tabuthema. Doch für viele Paare und Singlefrauen ist es der einzige Weg zum lang ersehnten Wunschkind. Zahlreiche Internetportale bringen Frauen und Spender zusammen. Diese Art der Kontaktaufnahme bietet - anders als bei der Samenbank - die Möglichkeit, sich vorab kennen zu lernen.

      Welche Rolle der biologische Vater später spielen wird, ist offen. Von gar keinem Kontakt bis zu Co-Parenting ist alles drin. Im Gegensatz zu einer Samenbank sind die Kosten gering. Die meisten Spender verlangen nur die Erstattung der Reisekosten oder eine Aufwandsentschädigung. Private Spenden bergen jedoch auch Risiken. Denn nicht alle Spender lassen sich auf Infektionskrankheiten untersuchen. Und nicht immer stimmt die Spermienqualität.

      Im Vergleich: Bei Samenbanken werden nur fünf bis sieben Prozent der Kandidaten für eine Samenspende zugelassen. Oft bleibt auch die wahre Identität des privaten Spenders verborgen, und kein Gesetz regelt, wie viele Nachkommen er haben darf. Letzteres gilt auch für Samenbanken, die sich aber zum Teil freiwillig auf 15 Kinder pro Spender beschränken.

      Ed Houben, ein ehemaliger Spender aus den Niederlanden, ist genetischer Vater von mindestens 125 Kindern. Zu einigen hält er Kontakt. Doch was heißt das für die aus einer Samenspende entstandenen Kinder? Nur jedes Fünfte von ihnen kennt die Umstände seiner Zeugung. Und obwohl sie das Recht auf Kenntnis des biologischen Vaters haben, scheitern viele noch immer bei ihrer Suche.

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