• 08.03.2021
      12:15 Uhr
      Re: Mit Corona auf die Piste Skichaos in den Alpen | arte
       

      Auch der Skitourismus leidet unter Corona. Jedes Alpenland verhängt andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und stiftet damit Verwirrung unter Skifahrern. Welches Land hat das beste Rezept, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, ohne dabei die Wirtschaft zu ruinieren?

      Montag, 08.03.21
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Auch der Skitourismus leidet unter Corona. Jedes Alpenland verhängt andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und stiftet damit Verwirrung unter Skifahrern. Welches Land hat das beste Rezept, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, ohne dabei die Wirtschaft zu ruinieren?

       

      Wer vor Corona Skifahren wollte, ist vorzugsweise in eines der größten Skigebiete Europas gereist, nach Sölden in die Tiroler Alpen. Im Januar wären gewöhnlich 15.000 Touristen täglich hier unterwegs, jetzt sind es knapp 200. Die Einreisebestimmungen mit Quarantänepflicht verschrecken die Gäste aus dem Ausland. Auf den Pisten fahren de facto nur Einheimische Ski.

      Vier Bergketten weiter führt Paul-Marc Julen, Präsident des örtlichen Tourismusverbandes, durch das Schweizer Skigebiet Zermatt. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein - vor Corona. Internationales Publikum flaniert im Dorfkern - wenngleich mit Mundschutz. Gespeist wird in edlen Lokalen, die hier geöffnet bleiben dürfen, sofern sie zu einem Hotel gehören. Natürlich gilt auch hier an den Skiliften: Lange Schlangen sollen möglichst vermieden werden. Alle Berggasthöfe sind geöffnet, Speisen und Getränke gibt es zum Mitnehmen. Der Schweizer Weg, der die Wirtschaft schonen will, er wird in Zermatt eifrig verteidigt. Wenig wird über die im Vergleich zu den Nachbarländern hohen Corona-Todeszahlen gesprochen.

      Ganz anders in Frankreich. Wie in Deutschland ist der Ski-Tourismus hier seit Monaten im Lockdown. Viele französische Anwohner des halb in Frankreich, halb in der Schweiz liegenden Skigebietes "Portes du Soleil" schauen neidisch auf die Schweizer Hänge: Dort tummeln sich Touristen und sorgen für immerhin noch 70 Prozent Auslastung im Vergleich zum Vorjahr. Auf französischer Seite fühlt sich dagegen Bürgermeisters Nicolas Rubin von den politischen Entscheidern in Paris im Stich gelassen.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 07.03.2021