• 03.12.2019
      19:40 Uhr
      Re: Londons Messer-Morde Eltern kämpfen gegen Jugendgewalt | arte
       

      London hat mit Gangkriminalität zu kämpfen und einer drastischen Zunahme tödlicher Messerattacken unter jungen Menschen. Die Behörden scheinen mit dem Problem überfordert zu sein. Jetzt versuchen betroffene Eltern das Blutvergießen auf eigene Faust zu stoppen.

      Dienstag, 03.12.19
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      London hat mit Gangkriminalität zu kämpfen und einer drastischen Zunahme tödlicher Messerattacken unter jungen Menschen. Die Behörden scheinen mit dem Problem überfordert zu sein. Jetzt versuchen betroffene Eltern das Blutvergießen auf eigene Faust zu stoppen.

       

      In der englischen Hauptstadt brodelt es gewaltig: Brutale Messerattacken erschüttern die Stadt und treffen vor allem junge Londoner. Allein von Januar bis Ende September 2019 starben hier laut Polizeistatistik 110 Menschen durch Stichwaffen, 2018 waren es insgesamt 135. Oft entscheidet der Wohnort über Leben und Tod. Wer das falsche Viertel betritt, läuft Gefahr Opfer eines Angriffs zu werden.

      Hintergrund der Gewalttaten sind Revierkämpfe zwischen rivalisierenden Straßengangs aus benachbarten Stadtteilen. Doch immer öfter trifft die Gewalt auch Unbeteiligte. Um erstochen zu werden, reicht es aus zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

      Justin Finlayson kämpft mit seiner Stiftung „United Borders“ gegen den Anstieg der Gewalt. Mit einem zum Tonstudio umgebauten Bus fährt er durch verfeindete Stadtteile und bringt Jugendliche durch Musik wieder zusammen. Dass die Gewalt jeden treffen kann, musste sein Sohn Rico erleben. Er wurde Opfer eines Messerangriffs, überlebte nur schwer verletzt. Mit Gangs hatte er nie etwas zu tun. Peguy Ganda hat ihren Sohn Champion durch eine Messerattacke verloren. Sie hat sich mit anderen betroffenen Müttern zusammengetan, um die Politik endlich zum Handeln zu bringen.

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