• 15.03.2019
      19:40 Uhr
      Re: Kriegsangst in der Ukraine Machtkampf am Asowschen Meer | arte Mediathek
       

      Kurz vor den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine am 31. März 2019 spitzt sich der Machtkampf um das Asowsche Meer zu: Das Gewässer grenzt sowohl an die Ukraine als auch an Russland. Beide Staaten nutzen es, beide haben das Recht, die Meerenge von Kertsch zu durchfahren. Doch seit gut einem Jahr behindert Russland den Schiffsverkehr am Asowschen Meer, indem es die Zufahrt durch die Straße von Kertsch kontrolliert. Die Angst vor einem wirtschaftlichen Ausbluten der Hafenstädte Mariupol und Berdjansk wächst.

      • Die Reportage begleitet Menschen in Mariupol und Berdjansk durch ihren Alltag - unweit der Frontlinie.

      Freitag, 15.03.19
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Kurz vor den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine am 31. März 2019 spitzt sich der Machtkampf um das Asowsche Meer zu: Das Gewässer grenzt sowohl an die Ukraine als auch an Russland. Beide Staaten nutzen es, beide haben das Recht, die Meerenge von Kertsch zu durchfahren. Doch seit gut einem Jahr behindert Russland den Schiffsverkehr am Asowschen Meer, indem es die Zufahrt durch die Straße von Kertsch kontrolliert. Die Angst vor einem wirtschaftlichen Ausbluten der Hafenstädte Mariupol und Berdjansk wächst.

      • Die Reportage begleitet Menschen in Mariupol und Berdjansk durch ihren Alltag - unweit der Frontlinie.

       

      "Russland will unsere Region destabilisieren, um sich das, was es 2014 nicht bekam, nun über wirtschaftlichen Druck zu holen." Davon ist Oleksandr Oliynyk, Direktor des Hafens Mariupol, überzeugt.

      Seit Beginn des Krieges in der Ostukraine leidet die Wirtschaft Mariupols, und der Güterumschlag des Hafens ist drastisch zurückgegangen. Spätestens mit der Eröffnung der Brücke von Kertsch, die die annektierte Halbinsel Krim mit dem russischen Festland verbindet, hat sich die Situation in den ukrainischen Häfen im Osten noch mal verschlimmert: Große Frachtschiffe, die höher als 33 Meter sind, können sie nicht mehr anfahren.

      Dazu kommen die Kontrollen des russischen Grenzschutzes und der Küstenwache des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, die die Schiffseigner tagelange Wartezeiten und damit Geld kosten. Immer mehr Reedereien wollen die ukrainischen Häfen im Osten nicht mehr anfahren.

      "Natürlich haben wir Angst, unsere Arbeit zu verlieren", klagt Hafenarbeiter Artjom, der schon seit einiger Zeit nur noch vier Tage in der Woche arbeiten kann. Sergej von der Werft nebenan hat diese Maßnahme erst in diesem Jahr ereilt. Alle spüren den zunehmenden Druck und die Übermacht Russlands. Bei manchem wächst die Angst, dass der Krieg bald auch Mariupol erreichen könnte.

      Die Reportage begleitet Menschen in Mariupol und Berdjansk durch ihren Alltag - unweit der Frontlinie. Ihre Existenz ist eng mit dem Asowschen Meer verbunden und droht nun zwischen die Fronten im Russland-Ukraine-Konflikt zu geraten.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.03.2019