• 20.01.2020
      19:40 Uhr
      Re: Extinction Rebellion Notwendiger Klimaprotest oder Ökoterrorismus? | arte
       

      Extinction Rebellion - die jüngste Protestbewegung gegen den Klimawandel. Brav demonstrieren gehen, das reicht den Klima-Rebellen nicht. Mit spektakulären Aktionen zivilen Ungehorsams wollen sie die Politiker dazu bringen, gegen die Erderwärmung vorzugehen. Dabei nehmen sie auch die Festnahme von Teilnehmern in Kauf. "XR" gilt darum als der radikale Flügel der Klima-Bewegung. Und wird deutlich kritischer gesehen als zum Beispiel "Fridays for Future" - bis hin zur Bezeichnung als apokalyptische Sekte. Wer sind die Köpfe der Bewegung, und wie gewaltbereit ist sie wirklich?

      Montag, 20.01.20
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

      Extinction Rebellion - die jüngste Protestbewegung gegen den Klimawandel. Brav demonstrieren gehen, das reicht den Klima-Rebellen nicht. Mit spektakulären Aktionen zivilen Ungehorsams wollen sie die Politiker dazu bringen, gegen die Erderwärmung vorzugehen. Dabei nehmen sie auch die Festnahme von Teilnehmern in Kauf. "XR" gilt darum als der radikale Flügel der Klima-Bewegung. Und wird deutlich kritischer gesehen als zum Beispiel "Fridays for Future" - bis hin zur Bezeichnung als apokalyptische Sekte. Wer sind die Köpfe der Bewegung, und wie gewaltbereit ist sie wirklich?

       

      Extinction Rebellion - kurz XR - existiert erst seit einem Jahr und ist überaus erfolgreich. Allein in Deutschland gibt es bereits rund 80 Ortsgruppen mit rund 4.000 aktiven Mitgliedern. Das Städtchen Stroud in Südwest-England gilt als Geburtsort der Bewegung. Der Ort ist seit langem Anziehungspunkt für ökologisch bewusst lebende Menschen. Die gesamte Gründungsriege der XR lebt dort. Eine der Gründerinnen ist Skeena Rathor. Die dreifache Mutter sagt, dass sie für ihre Überzeugungen auch ins Gefängnis gehen würde. Diese Ansicht teilen auch Gail Bradbrook und Simon Bramwell, die ebenfalls Gründungsmitglieder sind. Auch sie haben Kinder und sind über 40 Jahre alt. Die Extinction Rebellion motiviert auch Erwachsene - im Gegensatz zur reinen Schülerbewegung um Greta Thunberg. XR-Gruppen blockieren mit Sit-ins Brücken, Straßen und Plätze und legen den Verkehr lahm. Sie ketten sich an den Eingängen von Firmen und Behörden fest und überschreiten dabei die Grenzen der Legalität. XR glaubt an die Theorie der kritischen Masse, die erreicht werden muss, um eine Revolution in Gang zu setzen. In Berlin werden darum permanent neue Anhänger rekrutiert und auf den Protest durch zivilen Ungehorsam vorbereitet. Anna ist eine der Trainerinnen. Sie vermittelt beispielsweise eine Verhaltenstaktik für den Fall einer Festnahme. Oder wo man in der Hauptstadt effektiv den Verkehr lahmlegen kann. Schon bald wollen die Protestler diese Strategien bei Blockaden in ganz Berlin anwenden. Außergewöhnlich an der Gruppe ist ihre politische Neutralität. XR ist weder liberal, links noch konservativ. Jeder kann mitmachen, wenn er das Grundsatzstatut anerkennt. Gehen hier also Linke gemeinsam mit AfD-Sympathisanten gegen den Klimawandel vor? "Re:" begleitet die schlagzeilenträchtige Klimaschutz-Bewegung in Deutschland und England bei ihren aktuellen Aktionen.

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      Montag, 20.01.20
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 06.12.2019