• 01.09.2021
      19:40 Uhr
      Re: Die Rückkehr der Rückepferde Kraftpakete für den Wald | arte
       

      Die muskulösen Kaltblutpferde, die früher das Holz im Wald "rückten", könnten demnächst wieder häufiger in Deutschlands Wäldern zu sehen sein. Denn mitten im Klimawandel lernen Forstleute die schonende Arbeitsweise der Rückepferde neu schätzen. Die Reportage begleitet Försterin Monika Runkel, die Rückepferde wieder in den Wald holen will. Mit Workshops und vielen Argumenten versucht sie Ihre Kollegen davon zu überzeugen, dass der Pferdeeinsatz keine romantische Spinnerei ist, sondern zukunftsorientierte Profiarbeit.

      Mittwoch, 01.09.21
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Die muskulösen Kaltblutpferde, die früher das Holz im Wald "rückten", könnten demnächst wieder häufiger in Deutschlands Wäldern zu sehen sein. Denn mitten im Klimawandel lernen Forstleute die schonende Arbeitsweise der Rückepferde neu schätzen. Die Reportage begleitet Försterin Monika Runkel, die Rückepferde wieder in den Wald holen will. Mit Workshops und vielen Argumenten versucht sie Ihre Kollegen davon zu überzeugen, dass der Pferdeeinsatz keine romantische Spinnerei ist, sondern zukunftsorientierte Profiarbeit.

       

      Hü" steht für Halt, bei "Hott" geht es rechts herum. Wenn Manuela Zimmermann mit ihrer Kaltblutstute Kyra Baumstämme "rückt", müssen die Kommandos sitzen. Die beiden bewegen mehrere hundert Kilo Last über steiles Gelände. Selbst kleine Fehler hätten eine fatale Wirkung. Szenen wie diese könnten demnächst wieder häufiger zu sehen sein. Denn der Wald ist im Klima-Stress wie nie und braucht jetzt besonders nachhaltige Bewirtschaftung. Gegenüber Maschinen haben Pferde hier entscheidende Vorteile, denn sie sind leichter und arbeiten viel schonender. Försterin Monika Runkel hat das erkannt und möchte die Pferde zurück in den Wald holen. Sie leitet das im Westerwald gelegene forstliche Bildungszentrum von Rheinland-Pfalz und versucht mit originellen Methoden ihre Kolleginnen und Kollegen vom Nutzen der Pferde im Wald zu überzeugen. So lässt sie in einem Workshop erstmals Maschinen und Pferde nebeneinander zum Holz rücken antreten. Die Reportage begleitet Försterin Monika Runkel bei ihrer Mission, bei der sie so manch dickes Brett bei ihren "Maschinen-Jungs" zu bohren hat. Im Rücke-Betrieb von Manuela Zimmermann und ihrem Ehemann Hubert gibt es dann Einblicke in die beinahe vergessene Kunst des Holzrückens. Bis ein Pferd in den Wald darf, trainieren die Zimmermanns viele Jahre mit ihnen. Nicht nur das Rücken, auch die  Ausbildung ist eine Wissenschaft für sich, die fundiertes Wissen, aber auch Geduld und Feingefühl erfordert.

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