• 01.11.2019
      12:15 Uhr
      Re: Das Drama um den Brexit Eine Nation kämpft mit sich selbst | arte
       

      "No ifs, no buts": Großbritanniens Premierminister Boris Johnson ist wild entschlossen, die EU am 31. Oktober zu verlassen - ob mit oder ohne Abkommen. Zweimal ist der Brexit bereits verschoben worden, und auch jetzt wird eine Entscheidung über das Ob und Wie erneut erst kurz vor dem geplanten Austrittsdatum fallen. Was macht diese nun seit drei Jahren anhaltende Verunsicherung eigentlich mit den Bürgern des Landes?

      Freitag, 01.11.19
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

      "No ifs, no buts": Großbritanniens Premierminister Boris Johnson ist wild entschlossen, die EU am 31. Oktober zu verlassen - ob mit oder ohne Abkommen. Zweimal ist der Brexit bereits verschoben worden, und auch jetzt wird eine Entscheidung über das Ob und Wie erneut erst kurz vor dem geplanten Austrittsdatum fallen. Was macht diese nun seit drei Jahren anhaltende Verunsicherung eigentlich mit den Bürgern des Landes?

       

      Drei Jahre nach dem historischen Referendum spielt die Frage "pro oder contra Brexit" nicht mehr die Hauptrolle. Der Ausstieg wird mit ziemlicher Sicherheit kommen, mit oder ohne Abkommen mit der EU. Aber ob Großbritannien nun wirklich am 31. Oktober die EU verlässt und falls ja, unter welchen Bedingungen, das weiß einen Monat vor dem möglichen Schicksalsdatum niemand.

      Caroline Nokes, 47 Jahre alt, ist Abgeordnete der Conservative Party und eine der 22 Tory-Rebellen, die Boris Johnson am 3. September die Gefolgschaft verweigerten und sich gegen die Pläne eines No-Deal-Brexits aussprachen. Das britische Unterhaus setzte in einem Eilverfahren ein Gesetz durch, welches Johnson untersagt, ohne Abkommen am 31. Oktober aus der EU auszutreten. Als Reaktion schickte der Premierminister das Parlament in eine Zwangspause. Caroline Nokes macht nun bis auf weiteres wieder Politik auf lokaler Ebene, in ihrem Heimatort Romsey. Sie hat sich einen Hundewelpen angeschafft und versucht die Gemüter ihrer Wähler zu beruhigen.

      Im Südosten Englands, in der Grafschaft Kent, betreibt Tim Chambers eine der größten Obst- und Beerenplantagen des Landes in vierter Generation. Er hat beim Brexit-Votum 2016 für "Leave" gestimmt, weil er die EU nicht für zukunftssicher gehalten hatte. Jetzt ist er mit den praktischen Folgen seiner Entscheidung konfrontiert, denn der Großteil seiner Saisonarbeiter stammt aus Bulgarien. Wird er sie nach einem ungeregelten Brexit weiter beschäftigen können?

      In London kämpfte die vierfache Mutter Sarah O'Keefe vor drei Jahren für den Verbleib ihres Landes in der EU. Sie glaubt, Wochen vor dem geplanten Austrittstermin, immer noch daran, dass ein Brexit verhindert werden kann. Sie kämpft mit ihren Mitstreitern für ein neues Referendum.

      "Re:" über wütende, konsternierte und verunsicherte Bürger eines Landes, das am 31. Oktober der EU den Rücken kehren will.

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