• 29.11.2019
      19:40 Uhr
      Re: Bis zum letzten Krümel Rezepte gegen Brotverschwendung | arte Mediathek
       

      Brot ist der Deutschen liebstes Lebensmittel. Über 3.000 Sorten - und immer schön frisch! Doch wir produzieren zu viel des Guten. Jährlich landen 1,7 Millionen Tonnen Brot und Backwaren im Müll. Die Reportage stellt Initiativen und Ideen vor, wie die Überproduktion von Brotwaren wiederverwendet oder weiter verwertet werden kann.

      Freitag, 29.11.19
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Brot ist der Deutschen liebstes Lebensmittel. Über 3.000 Sorten - und immer schön frisch! Doch wir produzieren zu viel des Guten. Jährlich landen 1,7 Millionen Tonnen Brot und Backwaren im Müll. Die Reportage stellt Initiativen und Ideen vor, wie die Überproduktion von Brotwaren wiederverwendet oder weiter verwertet werden kann.

       

      Dabei geht es nicht nur um weggeworfene Lebensmittel, sondern auch um unsere Umwelt. Das Ackerland, das nur für die Tonne bewirtschaftet wird, ist größer als Mallorca. Bauern, Bäcker und Brotliebhaber suchen nach neuen Rezepten für altes Brot und gegen die Verschwendung.

      Bio-Landwirt Niko Gottschaller steht jeden Tag vor den Brotbergen, die in Bäckereien in seiner Nähe unverkauft bleiben. Damit „füttert“ er seine eigens dafür entwickelte Biogasanlage und produziert so Strom aus Brot. Und selbst für die Reste der Reste hat Niko Gottschaller schon eine neue Idee.

      Der Bäckermeister Roland Schüren führt einen Familienbetrieb in vierter Generation und kennt den Kampf gegen die Brotverschwendung von klein auf. „Wir mussten immer die Dinge zu Hause essen, die nicht schön genug waren für die Kunden. Meine Oma hat es auf die Spitze getrieben, dass auf jeden Fall alles verwertet werden muss.“ Und das schafft er tatsächlich! In seiner Bäckerei landet nicht ein Krümel mehr im Müll.
      Zuerst holt die Tafel ab, was sie gebrauchen kann. Doch der Großteil der Reste wandert zurück in frische Brote.

      Wie aber kann man verhindern, dass überhaupt so viele Brotreste anfallen? Die Antwort darauf liefert eine Software, die die beiden Programmierer Eyüp Aramaz und Tobias Pfaff entwickelt haben. Ist sonntags das Wetter gut, kaufen die Leute montags weniger Brot. Am Monatsanfang dafür mehr als am Monatsende. Dinge wie diese weiß das Programm und errechnet so, wie viel ein Bäcker wann, wovon backen soll. So bleibt am Abend bis zu 25 Prozent weniger Brot übrig als früher. Gut für den Umsatz und für die Umwelt.

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