• 26.12.2019
      12:15 Uhr
      Re: Bier statt Messwein Ein deutscher Pfarrer in Tschechien | arte
       

      Phillip Irmer hat zum Schlachtfest geladen: Ein großes Schwein und zwei Fässer Bier sollen die Dorfgemeinschaft fördern. "Phillip Bier". Benannt nach ihm. Wenn er zum Gottesdienst einlädt, kommt fast niemand. Irmer ist Pfarrer in einer der Atheisten-Hochburgen Europas, in Nordböhmen, in Tschechien. Einst Heimat der deutschen Minderheit in der ehemaligen Tschechoslowakei. Heute ein sozialer Brennpunkt, in weiten Teilen gekennzeichnet von Armut und Verfall. Und so muss der Geistliche aus Deutschland hier andere Wege gehen, um seine christlichen Werte unter die Leute zu bekommen.

      Donnerstag, 26.12.19
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

      Phillip Irmer hat zum Schlachtfest geladen: Ein großes Schwein und zwei Fässer Bier sollen die Dorfgemeinschaft fördern. "Phillip Bier". Benannt nach ihm. Wenn er zum Gottesdienst einlädt, kommt fast niemand. Irmer ist Pfarrer in einer der Atheisten-Hochburgen Europas, in Nordböhmen, in Tschechien. Einst Heimat der deutschen Minderheit in der ehemaligen Tschechoslowakei. Heute ein sozialer Brennpunkt, in weiten Teilen gekennzeichnet von Armut und Verfall. Und so muss der Geistliche aus Deutschland hier andere Wege gehen, um seine christlichen Werte unter die Leute zu bekommen.

       

      Phillip Irmer hat zum Schlachtfest geladen. Ein großes Schwein und zwei Fässer Bier sollen die Dorfgemeinschaft fördern. "Phillip Bier". Benannt nach ihm, Pfarrer Philipp Irmer. Wenn er zum Gottesdienst einlädt, kommt fast niemand. Denn Philipp Irmer ist Pfarrer in einer der Atheisten-Hochburgen Europas. Nordböhmen in Tschechien, ein Landstrich, der noch immer von den Folgen des Zweiten Weltkriegs gezeichnet ist. Einst Heimat der deutschen Minderheit in der ehemaligen Tschechoslowakei. Heute hat diese Region, die direkt an Deutschland grenzt, viele Probleme: Sie gilt als ein sozialer Brennpunkt, in weiten Teilen verwaist, gekennzeichnet von Armut, Vertreibung und Verfall einerseits und Spannungen mit Minderheiten andererseits. Und Pfarrer Irmer mittendrin. Da die Leute nicht zu den Predigten kommen, muss Irmer neue Wege gehen. Lädt die Menschen eben auf ein Bier ein, in die erneuerte Ossegger Brauerei. Irmer öffnet demonstrativ die Tore - mit einem Schlachtfest statt dem Abendmahlskelch. Er renoviert mehrere Kirchen der Region gleichzeitig, dafür muss dringend Geld her. Wie schon zu alten Zisterzienser-Zeiten soll das Bier es bringen, also investiert er in Brauereien.Viele Menschen hier begegnen ihm mit Skepsis: Manche, weil er Pfarrer ist, andere, weil er Deutscher ist in einer Region, aus der die deutsche Minderheit nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurde - ein Kapitel der europäischen Geschichte, das die Tschechen bis heute nicht aufgearbeitet haben. Doch Irmer gibt die Hoffnung nicht auf, die Menschen mit seinem Tatendrang für sich und seine Projekte zu gewinnen.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.12.2019