• 16.01.2020
      19:40 Uhr
      Re: Bäume im Klima-Stress Wie sieht der Wald der Zukunft aus? | arte
       

      In diesem Sommer war es unübersehbar: Das Sterben von Fichten und Kiefern hat dramatische Ausmaße angenommen. Förster, Waldbesitzer und Wissenschaftler stellen selten einmütig fest, dass es dem deutschen Wald so schlecht geht wie zuletzt in den 1980er-Jahren. Und im benachbarten Ausland sieht es nicht besser aus. Dürre, Stürme und Schädlinge setzen den Bäumen zu - was jetzt gebraucht wird, sind kluge Konzepte. Aber gibt es das eine Patentrezept? Wie kann der Umbau zu einem Mischwald, der dem Klimawandel standhält, gelingen?

      Donnerstag, 16.01.20
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

      In diesem Sommer war es unübersehbar: Das Sterben von Fichten und Kiefern hat dramatische Ausmaße angenommen. Förster, Waldbesitzer und Wissenschaftler stellen selten einmütig fest, dass es dem deutschen Wald so schlecht geht wie zuletzt in den 1980er-Jahren. Und im benachbarten Ausland sieht es nicht besser aus. Dürre, Stürme und Schädlinge setzen den Bäumen zu - was jetzt gebraucht wird, sind kluge Konzepte. Aber gibt es das eine Patentrezept? Wie kann der Umbau zu einem Mischwald, der dem Klimawandel standhält, gelingen?

       

      Johannes Wurm leitet den Forstbetrieb Nürnberg. Das Baumsterben ist auch in seinem Revier sichtbar, vor allem bei Nadelholzbeständen, aber auch bei Buchen, die bisher als robust galten. Jedes Jahr lässt Johannes Wurm rund 200.000 neue Bäume pflanzen. Je nach Standorteignung wird entschieden, welche Baumarten in den Waldboden eingesetzt werden. Ziel ist ein robuster, klimatoleranterer Mischwald.In den mit Fichtenbeständen dominierten Wäldern Tschechiens hat der Vater des Forstwissenschaftlers Pavel Bednar schon vor Jahrzehnten erkannt, dass Monokulturen anfällig für Schäden sind. Als Förster begann er, in seinem Revier den Fichtenwald in einen resilienten Mischwald umzubauen. Mit Erfolg. Pavel Bednar ist überzeugt, dass Wirtschaftswald und ökologische Stabilität kein Widerspruch sein muss. Da ursprüngliche Naturwälder mit einer hohen Artenvielfalt in Europa kaum noch existieren, muss der Mensch die Waldbestände dem Klimawandel anpassen.Im Bayrischen Wald macht die Klimakrise vor allem der Fichte zu schaffen. Jahrzehnte galt die schnell wachsende Fichte als Favorit im Forst. Jetzt ist sie ein Problembaum. Katharina Schwarz ist Försterin im Revier Schönberg. Sie ist zuständig für die Betreuung der privaten und kommunalen Waldbesitzer. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit in diesem Herbst: der Kampf gegen den Borkenkäfer. Langfristig sind viele Waldbesitzer existenziell von der Klimakrise bedroht. Katharina Schwarz ist gefordert, ihnen Empfehlungen für geeignete Baumarten zu geben.Wird der Wald der Zukunft ein anderer sein? Vieles spricht dafür, aber keiner weiß, wie genau ein erfolgversprechendes, nachhaltiges Konzept für den Wald aussieht.

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      Donnerstag, 16.01.20
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