• 01.05.2017
      18:35 Uhr
      Planet Sand Aralkum - Die jüngste Wüste der Welt | arte
       

      Die im Herzen von Zentralasien gelegene Aralkum ist die zeitgeschichtlich jüngste Wüste der Welt und Mahnmal für eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen. Die lebensfeindliche Salzwüste ist entstanden, da der Aralsee - einst das viertgrößte Binnengewässer der Welt - auf verheerende Weise verlandet. Seit 1960 hat der Aralsee 85 Prozent seiner Fläche und 90 Prozent seines Volumens verloren. Der Wasserpegel sank im letzten halben Jahrhundert um bis zu 25 Meter. Die Dokumentation geht der Frage nach, ob sich das vom Menschen zerstörte ökologische Gleichgewicht wiederherstellen lässt.

      Montag, 01.05.17
      18:35 - 19:20 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Die im Herzen von Zentralasien gelegene Aralkum ist die zeitgeschichtlich jüngste Wüste der Welt und Mahnmal für eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen. Die lebensfeindliche Salzwüste ist entstanden, da der Aralsee - einst das viertgrößte Binnengewässer der Welt - auf verheerende Weise verlandet. Seit 1960 hat der Aralsee 85 Prozent seiner Fläche und 90 Prozent seines Volumens verloren. Der Wasserpegel sank im letzten halben Jahrhundert um bis zu 25 Meter. Die Dokumentation geht der Frage nach, ob sich das vom Menschen zerstörte ökologische Gleichgewicht wiederherstellen lässt.

       

      Im Herzen Zentralasiens liegt die zeitgeschichtlich jüngste Wüste der Welt: die Aralkum. Die lebensfeindliche Salzwüste ist das Ergebnis einer der größten vom Menschen verursachten ökologischen Katastrophen: der Verlandung des an der Grenze von Kasachstan zu Usbekistan gelegenen Aralsees, die in den 60er Jahren begonnen hat.

      Hauptgrund hierfür war die massive Vergrößerung der bewässerten Agrarflächen zum Anbau von Baumwolle während der kommunistischen Herrschaft. Der Raubbau an den beiden Zuflüssen Amudarja und Syrdarja hatte zur Folge, dass der Aralsee am Ende der Sowjetzeit nur noch ein Zehntel seiner einstigen Frischwasserzufuhr erhielt. Gestrandete Geisterschiffe, Haufen von Muschelschalen, dicke Salzkrusten und karge Dünenlandschaften sind alles, was vielerorts vom See geblieben ist.

      Eine Fläche von rund 50.000 Quadratkilometern, die 1970 noch rund 20 Meter tief unter der Wasseroberfläche lag, gleicht heute einer Mondlandschaft. Der See - einst das viertgrößte Binnengewässer der Erde - hat innerhalb von 50 Jahren drei Viertel seiner Fläche eingebüßt. Kann der Mensch das von ihm selbst zerstörte ökologische Gleichgewicht wiederherstellen?

      Wissenschaftler untersuchen vor Ort die Klima- und Umweltveränderungen wie etwa die Salz- und Sandstürme, die mit der Entstehung der Wüste einhergehen. Sie versuchen, die verheerende Desertifikation zu stoppen und wieder Leben in die Region zu bringen. Die Menschen leiden unter den Umweltveränderungen und erkranken überdurchschnittlich häufig an Krebs, Asthma und Bronchitis. Wissenschaftlern zufolge ist es unmöglich, zum ursprünglichen natürlichen Zustand zurückzukehren - es ist jedoch dringend nötig, zumindest ein neues Gleichgewicht zu schaffen und damit einen Teil der Katastrophe zu lindern.

      Die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüsten breiten sich aus. Im Zuge des Klimawandels hat dieses Phänomen in den letzten 50 Jahren weltweit dramatisch zugenommen. Die fünfteilige Dokumentationsreihe bereist China, Zentralasien, Südamerika, Australien und Afrika, wo fruchtbare Böden und wichtige Wasserreserven den wachsenden Wüsten zum Opfer fallen. Die Reihe lässt Wissenschaftler und Umweltschützer zu Wort kommen und stellt unterschiedliche Projekte vor, mit denen die fortschreitende Wüstenbildung gestoppt werden soll.

      Film von Pierre-François Gaudry

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.06.2019