• 31.03.2020
      22:55 Uhr
      Philippinen: Dutertes blutiger Drogenkrieg Dokumentation USA 2018 | arte Mediathek
       

      In den Slums von Manila wütet ein blutiger Anti-Drogen-Krieg. Erstmals hatten Filmemacher Zugang zu Polizeikreisen und recherchierten auch auf der Seite der Opfer. Die Dokumentation beleuchtet das von Präsident Rodrigo Duterte angeordnete Morden von innen heraus. Der Film trägt die Züge eines Thrillers und taucht in eine Schattenwelt ein, in der Verbrechen, Drogen und Politik eng miteinander verquickt sind. Durch sorgfältige journalistische Ermittlungen deckt er ein Staatsverbrechen auf und liefert unstrittige Beweise dafür, dass die Polizei trotz des offiziellen Befehls, das Morden einzustellen, weiter ungestraft tötet.

      Dienstag, 31.03.20
      22:55 - 23:50 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      In den Slums von Manila wütet ein blutiger Anti-Drogen-Krieg. Erstmals hatten Filmemacher Zugang zu Polizeikreisen und recherchierten auch auf der Seite der Opfer. Die Dokumentation beleuchtet das von Präsident Rodrigo Duterte angeordnete Morden von innen heraus. Der Film trägt die Züge eines Thrillers und taucht in eine Schattenwelt ein, in der Verbrechen, Drogen und Politik eng miteinander verquickt sind. Durch sorgfältige journalistische Ermittlungen deckt er ein Staatsverbrechen auf und liefert unstrittige Beweise dafür, dass die Polizei trotz des offiziellen Befehls, das Morden einzustellen, weiter ungestraft tötet.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Olivier Sarbil
      James Jones

      Mitten in den Slums der philippinischen Hauptstadt Manila wütet ein blutiger Anti-Drogen-Krieg. 2017 lagen an jedem Wochenende Dutzende von Toten auf den Straßen der Stadt: verstümmelt, mit Klebeband gefesselt und geknebelt, erwürgt oder durch Kopfschuss ermordet. Präsident Rodrigo Dutertes brutaler Feldzug gegen Drogenkriminelle forderte laut Schätzungen mehr als 7.000 Opfer.

      Als 2017 der von Überwachungskameras gefilmte Mord an einem Teenager Schlagzeilen in allen Zeitungen des Landes machte, wurde die gesamte Polizeibrigade von Caloocan, einem der größten Slums von Manila, entlassen, und Duterte versprach, seinen Drogenkrieg auszusetzen. Zunächst wurde ein neuer Polizeichef ernannt: Jemar Modequillo sollte Caloocan mit tausend neuen Polizisten säubern.

      Das Filmteam beobachtete Modequillos Männer und recherchierte ein Jahr lang in dem Slum, wo das Morden trotz der Ankündigung, die Übergriffe zu beenden, insgeheim andauerte. Zwar sank nach Modequillos Amtsantritt die Anzahl der von Uniformierten verübten Morde. Doch in den Straßen von Caloocan ging nachts das Töten weiter, die Täter waren nunmehr vermummte Motorradfahrer. Neben Modequillos Männern sind im Film weitere Protagonisten zu sehen, die Familien der Opfer, darunter Axel und seine Schwester Fujiko. Ihr Vater Arnold wurde am helllichten Tag kaltblütig erschossen.

      Die Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen, wie Axel am Tatort seinen leblos auf der Straße liegenden Vater findet. Axel und Fujiko wissen genau, wer die Mörder sind. Bei ihrem letzten Drehtermin im Sommer 2018 befragten die Filmemacher Modequillo und seine Männer zu diesen Morden. Ihre Antworten, in denen sie ungewollt viel über ihre Rolle preisgeben, bilden den schockierenden Schlussakkord des Films.

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      Dienstag, 31.03.20
      22:55 - 23:50 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 01.04.2020