• 01.10.2019
      20:15 Uhr
      Palast der Gespenster Der letzte Jahrestag der DDR | arte Mediathek
       

      Ost-Berlin, 7. Oktober 1989: Während sich die Staatselite zum 40. Geburtstag der DDR vor den Augen der Weltöffentlichkeit hochleben lässt, formiert sich auf den Straßen der Widerstand. Im Palast der Republik in Berlin feiern die Gäste. Davor fordern die Menschen lauthals Reformen. Auch außerhalb von Berlin, etwa in Plauen, sammeln sich die Bürger zu einer Massendemonstration. Die Lage eskaliert. Der Staat schlägt brutal zu. Doch das sind nur Vorboten für das, was folgt: das Ende der DDR.

      Dienstag, 01.10.19
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Ost-Berlin, 7. Oktober 1989: Während sich die Staatselite zum 40. Geburtstag der DDR vor den Augen der Weltöffentlichkeit hochleben lässt, formiert sich auf den Straßen der Widerstand. Im Palast der Republik in Berlin feiern die Gäste. Davor fordern die Menschen lauthals Reformen. Auch außerhalb von Berlin, etwa in Plauen, sammeln sich die Bürger zu einer Massendemonstration. Die Lage eskaliert. Der Staat schlägt brutal zu. Doch das sind nur Vorboten für das, was folgt: das Ende der DDR.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Heike Bittner
      Torsten Körner

      Nach diesem 7. Oktober wird nichts mehr so sein, wie es war. Die DDR begeht ihren 40. Geburtstag. Auf Wunsch von Erich Honecker und seinem Politbüro soll triumphal gefeiert werden. Gäste aus aller Welt reisen an. Auch Michail Gorbatschow - der große Reformer der UdSSR - ist unter ihnen. In Ost-Berlin entfaltet sich die Choreographie der Macht: Zehntausende FDJler inszenieren einen beeindruckenden Fackelzug. Eine Militärparade soll die Schlagkraft des Landes beweisen. Eines Landes, das kurz vor dem Kollaps steht. Denn die Gesellschaft ist im Aufbruch, die Menschen wollen Freiheit. Doch nicht nur im Zentrum der Macht brodelt es. Auch in Plauen kommt es am 7. Oktober zu einer ersten großen Massendemonstration gegen das Regime.
      In Ost-Berlin eskaliert die Lage. Der Palast der Republik - zentraler Ort des Staatsbanketts - wird zum Palast der Gespenster. Während sich die sozialistische Elite drinnen hochleben lässt, fordern die Menschen auf den Straßen Reformen. Kaum ist der Hoffnungsträger Gorbatschow abgereist, schlägt der Staat brutal zu. Friedlich demonstrierende Bürger werden zu Tausenden verhaftet.
      Der letzte Republikgeburtstag: Er sollte die Macht des „Arbeiter- und Bauernstaates“ DDR demonstrieren. Doch er wird zum Vorboten für das, was gut einen Monat später folgt: der Fall der Mauer und damit das Ende der DDR.

      Schwerpunkt: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs
      Nachdem Ost und West jahrzehntelang geteilt und im Kalten Krieg von einer Politik der Abgrenzung geprägt waren, nimmt das lange unmöglich Geglaubte zunehmend Gestalt an. „Habt keine Angst!“, ruft Johannes Paul II. 1978 in Polen. Im folgenden Jahrzehnt nimmt der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs seinen Lauf und mündet schließlich in eine völlige Umwälzung der politischen Machtverhältnisse. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls präsentiert ARTE dokumentarische, musikalische und filmische Erinnerungen an ein bewegtes Stück Zeitgeschichte. 1989 weht der „Wind of Change“ die Angst davon – und bringt die Freiheit.

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