• 28.07.2021
      22:45 Uhr
      Ohne ein Wort zu sagen Spielfilm Slowakei/Tschechische Republik 2017 | arte Mediathek
       

      Lena ist 17 Jahre alt. Sie ist zum ersten Mal verliebt, sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer, tanzt und feiert mit ihrer Freundin die Nächte durch und verbringt ihre Zeit lieber an der Donau als im Klassenzimmer. Doch ihre Welt zerbricht, als sie von ihrem Mathelehrer während einer Nachhilfestunde vergewaltigt wird. Sie zieht sich ganz in sich selbst zurück und spricht mit niemandem darüber, auch nicht mit ihrer besten Freundin. Überwältigt von ihren Ängsten und den Gefühlen, die sie verdrängt, versucht sie sich das Leben zu nehmen. Unter Schock bringt ihre Familie Lena in einer Psychiatrie unter, doch Lena bleibt schweigsam.

      Heute
      22:45 - 00:05 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo Original mit Untertitel

      Lena ist 17 Jahre alt. Sie ist zum ersten Mal verliebt, sehnt sich nach Freiheit und Abenteuer, tanzt und feiert mit ihrer Freundin die Nächte durch und verbringt ihre Zeit lieber an der Donau als im Klassenzimmer. Doch ihre Welt zerbricht, als sie von ihrem Mathelehrer während einer Nachhilfestunde vergewaltigt wird. Sie zieht sich ganz in sich selbst zurück und spricht mit niemandem darüber, auch nicht mit ihrer besten Freundin. Überwältigt von ihren Ängsten und den Gefühlen, die sie verdrängt, versucht sie sich das Leben zu nehmen. Unter Schock bringt ihre Familie Lena in einer Psychiatrie unter, doch Lena bleibt schweigsam.

       

      Lena ist 17 Jahre alt und lebt ein glückliches Leben mit ihrer fürsorglichen Familie in einem Reihenhaus. Sie ist zum ersten Mal in einen Jungen verliebt, verbringt ihre Zeit lieber mit ihrer besten Freundin an der Donau als im Schulunterricht und sehnt sich nach Abenteuer und Freiheit. Ihr sorgenfreies Leben zerbricht, als ihr Mathelehrer sie bei einer Nachhilfestunde in ihrem eigenen Zimmer vergewaltigt.Lena kann darüber nicht sprechen, nicht mit ihren Eltern, nicht mit ihrer besten Freundin. Sie zieht sich ganz in sich selbst zurück, versucht ihre Ängste zu verdrängen. Doch als am Geburtstag ihres Bruders der Nachhilfelehrer auftaucht, wird sie von ihrem Trauma überwältigt und versucht sich das Leben zu nehmen.

      Schockiert und nach wie vor ratlos, weisen die Eltern Lena in eine psychiatrische Klinik ein. Aber auch hier bleibt Lena schweigsam. Sie erholt sich kaum, so dass ihre Mutter einer Elektroschocktherapie zustimmt, nach der sie das Erlebte vergessen haben soll. Lena kehrt in ihr altes Leben zurück. Als sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Mathe lernt, kommen die Erinnerungen hoch. Von ihren Ängsten überwältigt, versucht sie erneut sich etwas anzutun; doch dieses Mal bricht sie das Schweigen gegenüber ihrer besten Freundin.

      Tereza Nvotova erzählt feinfühlig Lenas Geschichte. Das langsame Erzähltempo und die langen Einstellungen lassen Raum für Lenas Ängste und ihre Isolation spürbar werden. In den Dialogen gelingt es Nvotova, das Thema Vergewaltigung komplex zu behandeln. Das Machtgefälle zwischen der jungen Frau und dem Lehrer wird deutlich, wenn er sie mit der Frage konfrontiert, wem eher geglaubt werden wird, ihm oder ihr. Auch Schuldzuweisungen werden verhandelt, wenn Lena gefragt wird, warum sie denn nicht geschrien habe, so dass ihre Mutter sie hätte hören können.

      "Spina" ist Tereza Nvotovas Spielfilmdebüt, uraufgeführt auf dem Internationalen Filmfestival in Rotterdam. Der Film erhielt mehrere Preise auf internationalen Festivals und zählte in Tschechien und der Slowakei zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres 2017. Die junge slowakische Filmemacherin studierte an der FAMU in Prag. In Zusammenarbeit mit HBO drehte sie den Dokumentarfilm "Take It Jeasy!" (2008), der auf mehreren Festivals lief und in tschechischen Kinos zu sehen war. Nvotova wirkte auch an der tschechischen TV-Serie "A Year with Fulbright" (2015) mit.

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