• 17.11.2021
      06:20 Uhr
      Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten (7/10) Legendäre Handelswege | arte
       

      Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Deutschland und Frankreich eine Wiederaufbaupolitik nie dagewesenen Ausmaßes betreiben. Die Stadtentwicklungspolitik vollzog sich zwar unterschiedlich, gründete jedoch oft auf demselben Know-how. Auf den Trümmern der Industriestädte wurden neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens ausprobiert. Die so entstandenen Siedlungen, Gebäudekomplexe und Einfamilienhaussiedlungen haben den Lebensstil grundlegend verändert. Luftaufnahmen zeigen, wie radikal der Städtebau in die Landschaft eingegriffen hat.

      Mittwoch, 17.11.21
      06:20 - 06:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Deutschland und Frankreich eine Wiederaufbaupolitik nie dagewesenen Ausmaßes betreiben. Die Stadtentwicklungspolitik vollzog sich zwar unterschiedlich, gründete jedoch oft auf demselben Know-how. Auf den Trümmern der Industriestädte wurden neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens ausprobiert. Die so entstandenen Siedlungen, Gebäudekomplexe und Einfamilienhaussiedlungen haben den Lebensstil grundlegend verändert. Luftaufnahmen zeigen, wie radikal der Städtebau in die Landschaft eingegriffen hat.

       

      2014 betrug das deutsch-französische Handelsvolumen 169,4 Milliarden Euro. Beide Länder sind seit jeher Handelspartner mit umfangreichem Ein- und Ausfuhrverkehr, der eine gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit schafft. Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Frankreich erzählen eine lange Geschichte der internationalen Zusammenarbeit. Diese Kooperation setzte nicht erst in den letzten Jahrzehnten mit dem Aufbau Europas ein. Vielmehr geht sie auf eine Zeit zurück, als sich das Europa des Mittelalters auf einer Mittelmeer-Ostsee-Achse abzeichnete. In diesem Raum wurden die Handelsmärkte, die Wechselbriefe, die Webereien und auch die Chemie erfunden. All das sollte Städten und Häfen zum Aufschwung verhelfen. Aus der Vogelperspektive erschließt sich die Herausbildung der Kaufmannsgilden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

      Einst geprägt von Kriegen und Konflikten, sind die deutsch-französischen Beziehungen heute Aushängeschild für das friedliche Miteinander zweier Nachbarstaaten. Dabei ist die deutsch-französische Freundschaft so gefestigt und lebendig, dass beide Länder als Motoren der europäischen Integration fungieren.

      ARTE geht in einer spannenden zehnteiligen Dokumentationsreihe der bewegten Nachbarschaftsgeschichte beider Staaten unter jeweils einem thematischen Gesichtspunkt nach. Beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen dabei die Spuren auf, die diese gemeinsame Geschichte sowohl bei den Menschen als auch in den Landschaften hinterließ. Dabei offenbaren sich die lange gewachsenen Beziehungen zwischen Städten und Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins. Die Zeitreise führt von historischen Konflikten und Besatzung im Kalten Krieg zur Gründung der Deutsch-Französischen Brigade, von landestypischer Ess- und Trinkkultur rund um Brot, Bier und Wein zu gemeinsamen Herausforderungen in Umweltfragen.

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