• 22.09.2019
      13:45 Uhr
      Native America (3/4) Städte des Himmels | arte
       

      Amerika vor über 500 Jahren: Hundert Millionen Menschen leben hier in einigen der bedeutendsten Zivilisationen der Welt, verbunden über zwei Kontinente hinweg. Sie bauen riesige Städte. Und vollziehen darin heilige Rituale, bei denen sie Menschenopfer darbringen. Eine der größten Städte, heute Cahokia genannt, liegt mitten in den heutigen USA. Cahokia besitzt eine der größten Pyramiden der Welt: Sie wurde nach dem Himmel ausgerichtet. Die Maya, die Inka, die Azteken - alle haben Städte gebaut, die vom Kosmos inspiriert und auf ihn ausgerichtet und abgestimmt sind.

      Sonntag, 22.09.19
      13:45 - 14:35 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Amerika vor über 500 Jahren: Hundert Millionen Menschen leben hier in einigen der bedeutendsten Zivilisationen der Welt, verbunden über zwei Kontinente hinweg. Sie bauen riesige Städte. Und vollziehen darin heilige Rituale, bei denen sie Menschenopfer darbringen. Eine der größten Städte, heute Cahokia genannt, liegt mitten in den heutigen USA. Cahokia besitzt eine der größten Pyramiden der Welt: Sie wurde nach dem Himmel ausgerichtet. Die Maya, die Inka, die Azteken - alle haben Städte gebaut, die vom Kosmos inspiriert und auf ihn ausgerichtet und abgestimmt sind.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Joseph C. Sousa
      Gary Glassman

      Die dritte Folge widmet sich der Entstehung einiger der größten und beeindruckendsten Städte des präkolumbischen Amerikas. Im Zentralen Hochland des heutigen Mexiko befand sich einst eine riesige multikulturelle Stadt. Teotihuacán war die Hauptstadt des größten Reichs Südamerikas und eines der bedeutendsten urbanen Zentren der Geschichte.
      Weiter nördlich, in der Nähe des heutigen St. Louis, siedelten sich rund 10.000 Menschen am Ufer des Mississippi an und errichteten dort Pyramiden, die zu den höchsten der Welt gehören. Mit rund 20.000 Einwohnern im 12. Jahrhundert handelt es sich um eine der größten präkolumbischen Städte Nordamerikas. Es heißt, die Erbauer des Ortes, der später in Cahokia umbenannt wurde, hätten sich am Mississippi niedergelassen, um ein kosmisches Ereignis am Nachthimmel zu beobachten.
      Daraus ergibt sich eine faszinierende Hypothese: Haben sich die Native Americans beim Städtebau von astronomischen Gesetzmäßigkeiten leiten lassen? Folgte die Anordnung ihrer Städte den Bewegungen der Himmelskörper? Vertreter der heutigen indigenen Gemeinschaften, die diese astronomischen Kenntnisse bewahrt haben, erläutern, welchen zentralen Stellenwert die Verehrung von Sonne und Mond in ihren Zeremonien hat.
      Im Nordwesten der Halbinsel Yucatán schließlich geht es um die Entzifferung eines alten Maya-Schriftsystems, das einzige bekannte voll entwickelte Schriftsystem des präkolumbischen Amerikas. Der Gouverneurspalast von Uxmal ist mit Tausenden von Hieroglyphen bedeckt. Aus ihnen geht hervor, wie sich die Herrscher bei der Planung von Kriegen und Menschenopfern auf astronomische Beobachtungen und Vorhersagen stützten, unter anderem auf den Lauf von Planeten wie der Venus.

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